Personalabbau Wenn entlassen – dann wenigstens mit Stil

Autor / Redakteur: Frank Adensam / Jürgen Schreier

Mitarbeitern ihre Kündigung mitteilen: Vor dieser unangenehmen Aufgabe werden in den kommenden Monaten, wenn ihre Unternehmen Personal abbauen, wieder zahlreiche Führungskräfte stehen. Nachfolgend einige praxiserprobte Tipps, wie Sie solche Gespräche und Trennungsprozesse möglichst „schmerzfrei“ gestalten können – für alle Beteiligten.

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„Am Samstag war die Kündigung im Briefkasten. Und am Montagmorgen war bereits mein Zugangscode im Betrieb gesperrt. Alle Kollegen wussten schon Bescheid, als ich ins Büro kam, und schauten betroffen weg. Der Einzige, der sich nicht blicken ließ, war mein Chef. Der hatte sich Urlaub genommen.“

Beim Kündigungsgespräch werden selbst harte Hunde zu Feiglingen

So stillos verlaufen Entlassungen selten. Doch viele Führungskräfte scheuen sich, Mitarbeitern deren Kündigung persönlich mitzuteilen. Und ist diese ausgesprochen, gehen sie den Gekündigten aus dem Weg. Das hat Konsequenzen. Der Gekündigte sieht sich und seine Arbeit herabgewürdigt. Er verliert gegenüber seinen Kollegen kein gutes Wort mehr über seinen Arbeitgeber. Und deren Arbeitsmoral sinkt. Unter anderem, weil sie befürchten: So wird mein Arbeitgeber irgendwann auch mit mir verfahren.

Selbstwertgefühl des Gekündigten nicht verletzen

Unternehmen sollten eine Trennung von Mitarbeitern möglichst sauber und fair gestalten. Sie sollten darauf achten, dass

  • das Selbstwertgefühl der zu kündigenden Mitarbeiter gewahrt bleibt,
  • die verbleibenden Mitarbeiter nicht unnötig demotiviert werden und
  • die Firma keinen langfristigen Schaden erleidet.

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