Erfolgreiches Change Management

Wenn es in der Unternehmens-Organisation klemmt – kühlen Kopf bewahren!

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Nach der Entscheidung „Wir werden aktiv“ muss also ein weiterer Erkenntnis- und Entscheidungsprozess stattfin-den. Und die Art und Weise, wie dieser Prozess gestaltet wird, ist für den Erfolg des Veränderungsvorhabens sehr wichtig, denn in ihm werden die Weichen für die künftige Entwicklung gestellt.

Erst nachdenken, dann handeln

Genau in dieser Phase zwischen den beiden Entscheidungspunkten „Wir tun etwas“ und „Was tun wir“ begehen Unternehmen bei Projekten, die auf eine Kulturveränderung abzielen, oft gravierende Fehler. Denn ihre Top-Entscheider neigen – als pragmatische Macher – häufig dazu, sich vorschnell für gewisse Lösungswege zu entscheiden, ohne vorab ausreichend zu prüfen:

  • Vor welcher Art von Problem/Herausforderung stehen wir?
  • Was sind dessen/deren Ursachen?
  • Welches Ziel, welche Veränderung möchten wir erreichen?
  • Welchen möglichen Weg zum Ziel gibt es? Und:
  • Über welchen Weg erreichen wir am ehesten unser Ziel?

Die Folge: Sie beschreiten vielfach Lösungswege, die sich bei anderen Projekten mehr oder minder bewährt haben. Dabei ist es gerade bei Projekten, die auf eine Veränderung auf der Kulturebene abzielen, oft nötig, die gewohnten Problemlösepfade zu verlassen, um das angestrebte Ziel zu erreichen.

Keinesfalls in gewohnte Reaktionsmuster verfallen

Das sei an einem realen, aber verfremdeten Praxisbeispiel illustriert. Im Frühjahr 2009 hatte die Führung eines Unternehmens mit 1700 Mitarbeitern das Gefühl: Unsere Organisation entwickelt eine zu geringe Schlagkraft. Entscheidungen werden auf der Bereichs- und Abteilungsebene nicht schnell und konsequent genug umgesetzt.

Also beauftragte der Vorstand eine externe Unternehmensberatung, eine Mitarbeitarbeiterbefragung durchzuführen. Sie ergab unter anderem: Im Bereich „Führung und Kommunikation“ existiert eine große Soll-Ist-Abweichung. Die Mitarbeiter fühlen sich zum Beispiel nicht ausreichend in Entscheidungen involviert, und ihnen ist oft unklar, warum sie gewisse Dinge tun sollen. Entsprechend unzufrieden sind sie mit ihrer Arbeitssituation. Und das wirkt sich auch negativ auf ihre Motivation aus.

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