Erfolgreiches Change Management

Wenn es in der Unternehmens-Organisation klemmt – kühlen Kopf bewahren!

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Lieber langsam als (vor)schnell entscheiden

Ähnliche Erfahrungen wie im obigen Beispiel sammelt man als Berater in Changeprojekten, die auf eine Kulturveränderung abzielen, oft. In ihnen stellt man immer wieder fest: In Aktionismus zu verfallen, bringt, wenn man einen Handlungs- oder Changebedarf erkannt hat, wenig. Denn dann werden zumeist in einer Art Reiz-Reaktions-Schema nur die gewohnten Aktionsmuster wiederholt, was oft eher zu einem Verfestigen der bestehenden Kultur als zu deren allmählicher Veränderung führt. Anders ist dies, wenn die Verantwortlichen sich nach ihrer Entscheidung „Wir müssen etwas tun“ zunächst ausreichend Zeit lassen, um zu reflektieren:

  • Welche Ziele wollen wir eigentlich im Detail erreichen?
  • Was haben wir in der Vergangenheit bereits getan, um dieses Ziel (oder ein vergleichbares) zu erreichen? Und:
  • Was hat sich warum bewährt beziehungsweise nicht?

Auf die richtige Projektarchitektur kommt es an

Dann gelangen die Verantwortlichen zu ganz anderen, neuen Interventionen, und es gelingt ihnen, eher Projektarchitekturen zu schmieden, mit denen die gesteckten Ziele erreicht werden.

Deshalb der Tipp: Verlangsamen Sie gerade in der Zeit, wenn es um die Entscheidung geht „Was tun wir, um ...“ gezielt den Prozess der Entscheidung. Nehmen Sie zwischen den beiden Entscheidungspunkten „Wir tun etwas“ und „Was tun wir“ viel Zeit zur Reflektion. Dann gelangen Sie zu Projektarchitekturen, mit denen Sie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Ihr Ziel erreichen.

Johann Scholten ist Geschäftsführer der WSFB-Beratergruppe Wiesbaden.

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