MMC Hitachi Tool Engineering Europe

Wer sich die „Kugel“ gibt, profitiert beim Fräsen

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Kugelfräser-Vorteile gelten auch für die Hartbearbeitung

In einem weiteren Projekt ging es SD Formentechnik dann darum zu testen, ob sich die guten Erfahrungen, die mit dem „Production 50“-Optimierungskonzept beim Grafitfräsen gemacht wurden, auch auf die Hartbearbeitung übertragen lassen. Deshalb sind die Fräser von MMC Hitachi Tool bei der Komplettbearbeitung eines etwa 300 mm × 300 mm × 60 mm großen Formeinsatzes – diesmal für die Außenkontur eines Lüftergehäuses – getestet worden. Bei dem Werkstoff handelte es sich um 52 HRC Werkzeugstahl X38CrMoV5-1 (1.2343), aus dem der Formkern auf einer mit Palettenwechsler automatisierten „C 42 U dynamik“ von Hermle 5-achsig aus dem Vollen gefräst worden ist. Auch bei dieser Aufgabe wurden mit den neuen Werkzeugen zahlreiche Versuche mit unterschiedlichen Frässtrategien und Schnittdaten gefahren. Das Ergebnis war quasi genauso eindeutig: Während der bisher in Lüdenscheid bei der Hartbearbeitung verwendete Kugelfräser beim Fertigschlichten des Formeinsatzes mal so eben durchgehalten hat und das Werkzeug anschließend ausgewechselt werden musste, konnten mit dem EPDBE-Kugelfräser von MMC Hitachi Tool die gleichen Konturen in nur 70 min auf Endmaß geschlichtet werden. So konnten die Lüdenscheider die Bearbeitungszeit verzehnfachen. Auch die Oberflächenqualität hat sich dadurch verbesserte.

Konzept und Fräser punkten im Werkzeug- und Formenbau

Mit dem im neuen Prozess eingesetzten Präzisionswerkzeug von MMC Hitachi Tool sanken die Fertigungskosten um deutlich mehr als 50 % im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise. Durch den vermehrten Einsatz der Werkzeuge von MMC Hitachi Tool verbunden mit dem Optimierungskonzept „Production 50“ haben sich die Fertigungskosten in Lüdenscheid insbesondere beim Grafitfräsen und der Hartbearbeitung spürbar reduziert. Deshalb stellte SD Formentechnik Anfang 2017 das komplette Werkzeuglager auf den japanischen Hersteller um. „Durch die Produkte von MMC Hitachi Tool haben wir heute viel weniger Werkzeugwechsel aufgrund von Werkzeugbruch oder vorzeitigem Verschleiß zu erdulden. Außerdem konnten wir die Standzeiten erhöhen und die Bearbeitungszeiten gleichzeitig verkürzen“, bilanziert Holger Schulte. SD Formentechnik kann bestätigen, dass im Stahlbereich die Hartbearbeitung fast noch besser läuft als das Fräsen ungehärteter Werkstoffe. Darüber hinaus ist man hinsichtlich der erreichbaren Präzision und Oberflächengüte ebenso ein kräftiges Stück vorangekommen – genauso wie im Hinblick auf die Prozesssicherheit, was aufgrund der Automatisierung für das Unternehmen fast noch wichtiger ist, betont Schulte.

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