Metav 2016

Werkzeug-Innovationen für Zeit- und Kosteneinsparungen

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Vibrationsdämpfung spielt auch bei neuen Fräsern von Franken, dem Frästechnikspezialisten im Unternehmensverbund Emuge-Franken, eine wichtige Rolle. Die Hartmetall-Schaftfräser für die Trochoidalbearbeitung sind erhältlich in Jet-Cut-Geometrie für Anwendungen in Stahl- oder Gusswerkstoffen sowie in TiNox-Geometrie für Anwendungen in nicht rostenden Stahlwerkstoffen und diversen Legierungen. Beide Varianten sind in drei Baulängen (2 × D, 3 × D, 4 × D) lieferbar. Um den Anforderungen der trochoidalen Zerspanung gerecht zu werden, sind die Schaftfräser mit vibrationsdämpfenden Merkmalen wie ungleicher Teilung, ungleichen Drallwinkeln oder einer neuen Mikrogeometrie versehen. Laut Hersteller reduzieren neu entwickelte Spanteiler die axiale Auszugskraft des Werkzeugs und minimieren das Risiko eines Spänestaus in Taschen.

Schaftfräser zum Bearbeiten schwer zerspanbarer Werkstoffe

Mit neuen Schaftfräsern ist auch Kyocera in Düsseldorf vertreten. Die Reihe 4TFK/4TFR soll eine effiziente Lösung für die Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe wie Titan darstellen. Nach Angaben des Anbieters sorgen eine breite Spankammer und ein großer Spanwinkel für eine sehr gute Spanabfuhr bei hohen Vorschüben. Die herstellereigene PVD-Beschichtungstechnik Megacoat Nano trägt zu optimierter Stabilität und Standzeit bei.

Die nach eigener Aussage schmalsten Wechselschneidplatten-Trennfräser am Markt offeriert die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn. Die speziell zum Nut- und Trennfräsen konzipierten Fräser des Typs M101 wurden um die Schnittbreiten 1,2 und 1,4 mm erweitert. Sie sind im Durchmesser 63 mm und 80 mm bei Nuttiefen von 19,5 respektive 20 mm erhältlich. Die Modelle mit 63 mm Durchmesser besitzen einen Zylinderschaft mit 25 mm Durchmesser und Weldon-Aufnahme DIN 1835-B. Zusätzlich sind sie für die Innenkühlung ausgelegt. Die Modelle mit 80 mm Durchmesser sind als Aufsteckfräser oder in der Variante mit Fräsdornringen erhältlich. Wie die bisherigen Fräser mit Schneidbreiten von 1,6 bis 4 mm sind auch die neuen Modelle mit Hartmetall-Wechselschneidplatten bestückt.

Modulare Schnittstelle liefert Rundlaufgenauigkeit von 5 Mikrometer

Neues gibt es auf der Metav auch im Bereich Spanntechnik: Haimer zeigt die finale Version von Duo-Lock, der modularen Schnittstelle für Hartmetall-Werkzeugköpfe, die in Kooperation mit dem Werkzeughersteller Kennametal entwickelt wurde. Basierend auf einem innovativen Gewindedesign mit speziellem Doppelkonus und zusätzlicher dritter Abstützfläche im hinteren Bereich der Schnittstelle, liefert die Schnittstelle laut Angaben hohe Stabilität, Belastbarkeit sowie eine Rundlaufgenauigkeit von 5 µm. „Dies trägt zu einem signifikant steigenden Zeitspanvolumen bei Fräsanwendungen bei, sodass erstmals ein modulares Frässystem eine ähnlich hohe Leistung erzielen kann wie die jüngste Generation von Vollhartmetall-Fräsern“, versichert Geschäftsführer An­dreas Haimer. „Zudem erhöhen sich insbesondere aufgrund der effizienten Vibrationsdämpfung die Werkzeugstandzeiten. Die Z-Genauigkeit von Duo-Lock liegt bei 10 mm, sodass zeitaufwendige Voreinstellprozesse entfallen können und das Werkzeug direkt in der Maschine gewechselt werden kann.” MM

* Dr. Bernhard Reichenbach ist freier Fachjournalist in 69207 Sandhausen

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