AMB 2016 Werkzeugmaschine und Roboter arbeiten als Team
Werkzeugmaschinen und Roboter wachsen immer mehr zusammen. Die Automatisierung muss flexibel sein. Roboter oder Palettiersystem müssen schnell integriert, aber auch wieder entfernt werden können.
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Roboter sind längst Teil der Fertigung. Sie werden aber immer mehr auch Bestandteil des direkten Bearbeitungsprozesses. Nach wie vor könne kein Roboter die Werkzeugmaschine ersetzen, meint Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl von der Universität Stuttgart und dem Fraunhofer-PA: „Er kann nur Nicht-Kernprozesse der Maschine übernehmen. Beispiele sind Handlingtätigkeiten oder unterstützende, begleitende Tätigkeiten des Mitarbeiters, der die Maschine bedient.“ Typische Aufgaben seien das Entgraten, Positionieren oder der Werkstückwechsel. Für die Zerspanung sei weder die Dynamik noch die Genauigkeit ausreichend.
Allerdings erwartet der Experte in der Zukunft einen fließenden Übergang zwischen Werkzeugmaschine und Portalroboter. Bauernhansl: „Sicher wird die Werkzeugmaschine mehr und mehr mit dem Roboter zusammenwachsen, sie werden nicht mehr als getrennte Komponenten nebeneinanderstehen.“
Die Werkzeugmaschinenkompetenz bei den Automatisierern nehme zu, meint Bauernhansl. Sie optimierten Layout und Systementwurf. Das Thema Flexibilität spiele eine große Rolle, also die Frage der Skalierbarkeit von manuell über semiautomatisiert zu voll automatisiert. Komponenten an Werkzeugmaschinen müssten schnell austauschbar sein. So könne man Roboter oder Palettiersysteme schnell integrieren und auch wieder entfernen. Bauernhansl: „Es geht nicht nur um Wandlungsfähigkeit, sondern auch um Wirtschaftlichkeit, also das Thema Plug-and-produce durch den Maschinenbediener.“ MM
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