Schleifen

Werkzeugschleifen wird produktiver

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„Ein wichtiger Punkt zusätzlich ist“, so Brand, „dass der Bedienungskomfort und die Flexibilität der Maschinenbediensoftware weiter erhöht werden soll.“ Auch die Verfügbarkeit der Maschinen und die Servicefähigkeit treten verstärkt in den Fokus und somit die Wirtschaftlichkeit. „Es ist nicht allein der Erstinvest für eine Maschine ausschlaggebend, sondern die Total Cost of Ownership bekommen mehr Gewicht“, betont Brand.

Neue Trends bei Werkzeugen beeinflussen auch das Werkzeugschleifen

Werkzeugtrends wie die Art der Werkzeuggeometrien und -beschichtungen, PKD-Werkzeuge mit Geometrien wie bei Hartmetallwerkzeugen sowie superharte Werkstoffe wie CVD beeinflussen die Entwicklung von Werkzeugschleifmaschinen. „Dabei sind vor allem Weiterentwicklungen der Schleifsoftware, der Peripherie und des Zubehörs, beispielsweise optische Messeinrichtungen, gefordert“, stellt Harry Rein, Leiter Technik der Walter Maschinenbau GmbH in Tübingen, fest. Denn heutzutage werde nicht mehr ein Fräser beschrieben, sondern die einzelnen Schneiden, die an jedem Zahn andere Geometrien aufweisen können.

Für minimierte Nebenzeiten beim Werkstückhandling sorgen in die Maschine integrierte Pick-up-Systeme oder außerhalb angeordnete Be- und Entladeeinrichtungen. Schleifscheiben- und Kühlmittel-Wechsler ermöglichen es, komplexe Werkzeuge in einer Aufspannung zu fertigen. Ebenfalls zum Standard hochwertiger Werkzeugschleifmaschinen gehört heutzutage die Anbindung an eine Messmaschine, meinen unisono Maschinenhersteller.

Anwendungsorientierung richtet sich nach der Losgröße

Die richtige Auswahl der Maschine für das Nachschärfen und die Produktion von Werkzeugen richtet sich vor allem nach der erforderlichen Produktionskapazität, weiß Vollmer-Geschäftsführer Dr. Stefan Brand: „Je größer die Losgröße, desto spezifischer und anwendungsorientierter entwickelt und ausgelegt werden die Maschinen.“

Maschinen für das Nachschärfen von Werkzeugen müssen aber eine größere Flexibilität aufweisen, weil im Schärfdienst vielfach mit kleineren Losgrößen oder mit der Losgröße 1 gearbeitet werden muss. Daraus ergibt sich die Forderung nach der flexiblen, einfachen und komfortablen Programmierung dieser Maschinen.

Schnelle Programmierung für das Werkzeugschleifen wichtig

„Damit das Verhältnis zwischen Programmierzeit und Bearbeitungszeit in vernünftigen Verhältnissen bleibt“, so Brand, „ist die Programmerstellung grafisch zu unterstützen, mit Simulationsfeatures zu unterlegen und die Möglichkeit zur Offline-Programmierung sowie dem DNC-Betrieb werden vorausgesetzt.“

Wenn es um Flexibilität geht, kommen auch Kombimaschinen fürs Schleifen und Erodieren ins Spiel, die derzeit allerdings noch einen geringen Marktanteil haben. Die „Alleskönner“ ermöglichen das Herstellen und Nachschleifen von Hartmetall-, HSS-, CBN- und PKD-Werkzeugen.

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