Schleifen

Werkzeugschleifen wird produktiver

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

„Diese Kombimaschinen werden von vielen Unternehmen auch als Möglichkeit zum risikolosen Einstieg in das PKD-Geschäft betrachtet“, weiß Rein, „denn eine ausschließliche Schleifbearbeitung auf diesen Maschinen ist eben auch möglich. Ein weiterer Pluspunkt ist die erhöhte Flexibilität, denn je nach Auftragslage kann erodiert oder geschliffen werden.“

Produktivität beim Werkzeugschleifen lässt sich noch erhöhen

Zwar begrenzen physikalische Parameter die Leistung des Schleifprozesses, aber Produktivitätssteigerungen sind dennoch möglich, beispielsweise durch optimierte Ladersysteme wie Roboterlader. „Durch die direkt integrierte Simulationssoftware in Toolstudio von Walter Maschinenbau können alle Details im Vorfeld geprüft werden, wodurch sich die Rüstzeit auf der Maschine auf ein Minimum reduziert“, erklärt Rein.

Dabei kommt es insbesondere auf eine ausgefeilte Schleifsoftware an, die in der Lage ist, die einzelnen Ablaufschritte des Programmier-, Lade- und Schleifprozesses mit „wenigen Mausklicks zum Resultat“ zu unterstützen und unnötige Routinen, Stillstandszeiten und Kollisionen anzuzeigen beziehungsweise zu eliminieren.

Messroutinen in der Schleifmaschine beseitigen Fehler beim Aus- und Einspannen der Werkzeuge

In die Schleifmaschine integrierte Messroutinen steigern die Produktivität ebenfalls, weil das Ausspannen und wieder Einspannen der zu messenden Werkzeuge entfällt; ohne dabei die Messungenauigkeiten hervorzuheben, die durch das Aus- und Einspannen auftreten. „Durch unser neues Plug-in zur Vorschubberechnung je nach Abtragsleistung kann die Bearbeitungszeit eines Fräsers um bis zu 40% reduziert werden – ohne Investitionen an der Maschine durchzuführen“, hebt Rein hervor.

Der Schleifsoftware kommt eine große Bedeutung beim Steigern der Produktivität zu, wie auch Brand betont: „Die Software muss das technologisch notwendige Wissen, das zur Herstellung komplexer und hochgenauer Werkzeuge erforderlich ist, dem Anwender zur Verfügung stellen. Der Schwerpunkt muss dabei auf eine einfache Handhabung der Schleifsoftware gelegt werden.“

3D-Bearbeitung in einer Aufspannung eröffnet neue Dimensionen beim Werkzeugschleifen

Zur weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit steht ein Verfahren in den Startlöchern. Mit der Entwicklung der Laserbearbeitung von superharten Werkstoffen ist ein „technologischer Quantensprung“ gelungen, meint der Schweizer Werkzeugschleifmaschinenhersteller Ewag. Die 3D-Bearbeitung von superharten Schneidstoffen in einer Aufspannung eröffnet neue Dimensionen.

Wie erläutert wird, können damit erstmals Schneide und zugleich Spanleitstufe auf der gleichen Anlage bearbeitet werden. Der Mehrgewinn an Qualität, Präzision und Produktivität ist somit auf einem neuen, bis dato noch nicht dagewesenen Niveau angekommen, sind die Eidgenossen aus Etziken überzeugt.

(ID:332300)