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Ist die Wertstrategie definiert, gilt es hieraus die passende Instandhaltungsstrategie abzuleiten. Dabei hat sich ein risikobasierter Ansatz bewährt. Das heißt, für jede (Teil-)Anlage wird eine Risikobetrachtung durchgeführt, bei der anhand definierter Kriterien die Wahrscheinlichkeit des Eintritts einer Störung und deren mögliche Auswirkung für die Anlage oder das Unternehmen bewertet werden.
- Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit (W) x Auswirkung der Störung (A)
Aufgrund dieser Risikobetrachtungen können die (Teil-)Anlagen zum Beispiel den drei Risikoklassen A, B und C zugeordnet werden. Die konkrete Instandhaltungsstrategie wird dann anhand der jeweiligen Risikoklasse festgelegt, da die Instandhaltung sich unmittelbar auf das Ausfallrisiko und somit die Anlagenverfügbarkeit auswirkt.
Instandhaltungsmaßnahmen und Investitionen planen
Für Anlagen mit einem hohen Risiko (Risikoklasse A) empfiehlt sich im Betriebsalltag oft eine zustandsgesteuerte Instandhaltungsstrategie. Das heißt, abhängig vom technischen Zustand der Anlage wird entschieden, wie oft diese inspiziert und gewartet wird und welche „Vorsorgemaßnahmen“ ergriffen werden. Dies ist die aufwendigste und somit teuerste Instandhaltungsstrategie.
Bei Anlagen mit einem mittleren Risiko (B) empfiehlt sich meist, diese in festen Zeitintervallen sozusagen routinemäßig zu inspizieren – zum Beispiel alle drei Monate. Und (Teil-)Anlagen mit einem niedrigen Risiko (C)? Dort wird in der Regel eine ausfallgesteuerte Instandhaltung favorisiert. Die Techniker werden also erst aktiv, wenn eine Störung auftritt.
Die für die einzelnen (Teil-)Anlagen definierte Instandhaltungsstrategie dient dann wiederum als Grundlage für das Planen der Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen, die ihrerseits in einem Jahresplan „Wartung und Inspektion“ fixiert werden.
Als Grundlage für das konkrete Planen der Instandsetzungsmaßnahmen und für die Investitionsentscheidungen dienen die bei den Inspektionen dokumentierten Feststellungen. Ergibt eine Inspektion, dass in einem definierten Zeitraum mit einem Ausfall gewisser Komponenten zu rechnen ist, muss der Betriebsleiter prüfen: Ist eine In-standsetzung möglich und sinnvoll?
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