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Symptome können sich auch auf Kollegen auswirken
Die Folgen von Burn-out sind brisant: Betroffene Mitarbeiter werden desinteressierter und lustloser, bis hin zum Empfinden totaler Sinnlosigkeit. Hinzu kommen Müdigkeit, Erschöpfung und das Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Auch Gereiztheit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie körperliche Symptome (Kopfschmerzen, Migräne, Magen- und Rückenschmerzen) sind keine Seltenheit.
Dass dies dann auch negative Auswirkungen auf die Motivation der Kollegen hat, ist nicht mehr verwunderlich: Mitarbeiter ziehen sich oft gegenseitig runter, das Team gerät in eine kollektive Opferhaltung. Und die Auswirkungen für die Qualität der Arbeit sind erheblich: Denn oft sind es genau die Leistungsträger mit den höchsten Ansprüchen, die nachher durch schleichenden Burn-out in der Qualität nachlassen. Folgen sind dann eine hohe Personalfluktuation, ein hoher Krankenstand und ständige Überbelastung der Kollegen. Der Fachkräftemangel im Maschinenbau verschärft dann dieses Problem zusätzlich, da bei Ausfällen kurzfristig kein qualifizierter „Ersatz“ gefunden werden kann.
Führungskräfte müssen hohe psychische Belastungen rechtzeitig erkennen
Für Führungskräfte ist es deshalb wichtig, hohe psychische Belastungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern: Doch was kann man gegen die drohende Burn-out-Gefahr konkret tun? Burn-out wächst meist schleichend über Jahre an und wird oft von den Betroffenen und vom Umfeld nicht rechtzeitig entdeckt.
Hier hilft Aufklärung der Mitarbeiter – zum Beispiel darüber, wie man sich selbst beobachten und schützen kann. Die Führungskraft sollte in regelmäßigen Mitarbeitergesprächen ermitteln, ob jemand überbelastet ist.
Dafür ist es sinnvoll, dass Führungskräfte sich beraten lassen, wie dieses sensible Thema mit Mitarbeitern kommuniziert werden kann, ohne dass diese sich kontrolliert oder kritisiert fühlen. Ein weiterer wichtiger Baustein kann es sein, regelmäßige Burn-out-Analysen und Einzelcoachings von externen Beratern durchführen zu lassen.
Professionelle Burn-Out-Analyse erfordert Vertraulichkeit
Eine professionelle Burn-out-Analyse basiert auf wissenschaftlichen Fragebögen, kombiniert mit einer psychologischen Befragung. Beides sollte unter Wahrung absoluter Vertraulichkeit durchgeführt werden, sodass es unter Kollegen nicht bekannt wird. Daran anschließende Burn-out-Coachings sollten so organisiert sein, dass niemand im Unternehmen erfährt, wer gefährdet ist und wer nicht.
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