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Werkzeugmaschinen-Design

Wie Design die Bedienung von Werkzeugmaschinen erleichtert

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Nach Ansicht des Designers Dominic Schindler, Gründer der Dominic Schindler Creations GmbH (DSC) im österreichischen Lauterach, ist die hohe Komplexität von Werkzeugmaschinen oft dem Umstand geschuldet, dass Maschinen nicht primär für den Bediener entwickelt werden, sondern für die Effizienz in der Produktion oder für die Einfachheit im Einkauf. „Obwohl diese Aspekte nie ganz außer Acht gelassen werden dürfen, wird es in den nächsten Jahren einen klaren Schritt in Richtung Entwicklung für den Bediener geben“, betont Schindler. Die Bedienung wird seiner Ansicht nach logischer, intuitiver und dadurch einfacher werden.

Auf das Gesamterlebnis des Bedieners kommt es an

Auf die Frage, wie das Design konkret die Bedienung der Maschine erleichtern kann, antwortet Schindler: „Es geht nicht nur darum, aus drei Knöpfen einen zu machen. Schlussendlich muss der Bediener ein Gesamterlebnis verspüren, welches vielleicht auch daraus bestehen kann, aus drei Knöpfen vier zu machen. Solange der Bediener dabei schneller ist und sich wohler fühlt, ist das Ziel erreicht.“ Eine Disziplin, die immer wichtiger werde, sei nicht nur die Gestaltung der Hardware, sondern auch die intuitive Benutzung und Gestaltung von Softwareoberflächen. „Oft müssen wir schmunzeln wenn Zeit investiert wird, um eine Maschine noch um 0,1 s schneller zu machen. Bisher hat sich aber keiner im Maschinenbau ernsthafte Gedanken gemacht, wie der Bediener schneller werden kann“, so Schindler.

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DSC kann hier mit seiner Interaction-Design-Abteilung eine Antwort bieten. „Diese Abteilung befasst sich ausschließlich mit der Mensch-Maschine-Kommunikation und versucht, die Funktionen der Maschinen mit der Logik des Menschen zu verbinden und dadurch zu erleichtern“, sagt der Designer.

Designer legt besonderen Wert auf einfache Bedienung

Ein Beispiel ist die Software von Fette Compacting oder Bystronic. Diese wurde von DSC neu entwickelt. Dabei geht es laut Schindler nicht nur um Farben und Formen – wie es die meisten Menschen missverständlicherweise von einem Designer erwarten. „Das Hauptaugenmerk lag auf den Bedienabläufen und der Einfachheit der Bedienung der Softwareoberfläche. In der Entwicklung war es immer wieder interessant zu sehen, dass gewisse Funktionen vom Bediener nie benutzt wurden oder er überhaupt kein Wissen darüber hatte, dass es gewisse Funktionen überhaupt gibt. Dies lag lediglich daran, dass der klassische Bediener in unserer heutigen Welt nicht mehr bereit ist, sich tagelang Handbücher durchzulesen, um eine simple Funktion zu nutzen“, sagt Schindler. DSC möchte daher weiterhin nicht nur die Produkte selbst zu einem Erlebnis gestalten, sondern auch vermehrt für die Kunden Software- Interfaces entwickeln, bei denen der Bediener sich nicht mehr langwierig einlesen oder einlernen muss. „In Zukunft wird er die von uns entwickelten Softwares einfach bedienen können. Das spart Zeit und erleichtert die tägliche Arbeit - wie bei modernen Smartphones“, erklärt der Designer.

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