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Unternehmen in Brasilien leiden unter langwierigen bürokratischen Prozeduren und beschwerlichen Produktlizenzierungen, die ernstzunehmende Kostenfaktoren darstellen. Die Weltbank listet Brasilien lediglich auf Platz 116 unter den 189 betrachteten Staaten im Ease of doing business index.
Die fehlende Kenntnis der brasilianischen Kultur ist erfahrungsgemäß einer der größten Stolpersteine für ausländische Firmen. Umgekehrt kann das Verständnis der kulturellen Besonderheiten Brasiliens im positiven Sinne zur Differenzierung von anderen ausländischen Konkurrenten beitragen. Der Schlüssel zum Erfolg ist, sich die kulturellen Unterschiede bewusst zu machen und sich intensiv mit der Kultur Brasiliens auseinanderzusetzen. Deutsche werden beispielsweise für ihre Pünktlichkeit, ihre Ehrlichkeit und ihre Effizienz geschätzt.
Handlungsempfehlungen für einen erfolgreichen Markteintritt
Bekanntheit und Beliebtheit deutscher Marken sind in Brasilien relativ hoch. Deutsche Maschinenbauer sollten demzufolge darauf achten, dass ihre Marke leicht mit ihrer deutschen Herkunft in Verbindung gebracht werden kann.
Kunden in Brasilien kaufen tendenziell entweder das günstigste oder das beste Produkt. Zusammen mit dem positiven Image deutscher Produkte und dem hohen Technologiestand des deutschen Maschinenbaus legt dieser Schluss eine Fokussierung auf das Premium-Segment nahe. Eine Herausforderung stellen in diesem Zusammenhang die länderspezifischen Produktanforderungen dar: Viele Produkte, die in Deutschland verkauft werden, sind bezüglich ihres technologischen Entwicklungsstandes over-engineered für den brasilianischen Markt. In Brasilien sollten daher Maschinen und Anlagen verkauft werden, die technologisch etwas einfacher beziehungsweise weniger kundenindividuell, qualitativ – im Sinne von Robustheit – jedoch auf höchstem Niveau sind.
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