Nordic-Walking-Stöcke Wie ein Rostocker Leichtbauexperte den Wanderstock der Zukunft erfand
Der Rostocker Professor Gerhard Scharr hat einen ultraleichten Trekkingstock aus CFK entwickelt, der ihn zum begeisterten Nordic Walker machte. Nun plant er die Vermarktung.
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Wie ein leidenschaftlicher Wissenschaftler durch seine Forschungen zum begeisterten Sportler und nun auch noch zum Unternehmer wird, zeigt der Rostocker Professor Gerhard Scharr vom Lehrstuhl Leichtbau der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik an der Universität Rostock. Prof. Gerhard Scharr hat einen Trekkingstock entwickelt, der nur die Hälfte der handelsüblichen Produkte wiegt.
Er selbst testet die von ihm entwickelten und extrem leichten Stöcke, die fürs Skifahren, Skating und Nordic Walking gedacht und äußerst Kraft sparend sind. Vor einigen Monaten kam der 54-jährige Wissenschaftler so über seinen ultraleichten Trekkingstock zum Nordic Walking. Scharr fand schnell Freude an der Sportart. „Die Muskulatur entspannt gut und mein Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt“, sagt er.
Bambusstange diente als Vorbild
Die Idee für seine Erfindung kam dem Wahlrostocker bei einer langen Autofahrt. Als er im Winter 2009 von einer Internationalen Sportmesse von München nach Rostock unterwegs war, dachte der Experte für Leichtbaukonstruktion bereits daran, einen Leichtbaustock in Stabbauweise für sportliche Zwecke zu entwickeln. Das Beispiel lieferte, wie so oft, die Natur. In diesem Fall war es der Bambus. Eine Bambusstange weist eine sehr hohe Stabilität und Elastizität auf und hat dabei ein nur geringes Gewicht.
Schnell hatte Scharr, der nach seiner Promotion unter anderem beim Airbus-Vorgänger Messerschmidt Bölkow-Blohm GmbH den Bereich Strukturanalyse leitete und 1994 auf den Lehrstuhl für Konstruktionstechnik und Leichtbau an der Rostocker Universität berufen wurde, auf einem Stück Papier und mit Hilfe einiger Formeln die Maße für Abstände und Querschnitte des Stabes errechnet und skizziert.
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