Zeitmanagement Wie Pünktlichkeit ganz einfach wird

Von Marie Lücke

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Kennen Sie jemanden, der immer zu spät ist? Oder neigen Sie selbst zu Unpünktlichkeit – egal wie sehr Sie sich bemühen? Wir erklären, warum sich ein gutes Zeitmanagement lohnt und verraten Ihnen Tipps.

Wieso sind manche Menschen unpünktlich und was können sie dagegen tun?
Wieso sind manche Menschen unpünktlich und was können sie dagegen tun?
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Laut dem Zeitforscher Dr. Marc Wittmann lebt jeder Mensch nach einer inneren Uhr, richtet sich aber an der äußeren Uhr aus. Menschen, die häufig zu spät kommen, haben Schwierigkeiten, ihre innere an die äußere Uhr anzupassen. Wittmann nennt diese Personengruppe eigenzeitorientiert. Menschen, die in der Regel sehr pünktlich sind, bezeichnet er als uhrzeitorientiert. Mit etwas Geduld und unseren Tipps in der Bildergalerie lässt sich die berühmte deutsche Tugend jedoch erlernen.

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Was sagt Unpünktlichkeit über den Charakter aus?

Während das Zuspätkommen in vielen Ländern normal ist, richten wir uns in Deutschland sehr genau nach der Uhrzeit. Pünktlichkeit gilt hier als besonders wichtig. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und Höflichkeit, denn Zeit ist kostbar.

Verspätungen treiben die Deutschen dagegen in den Wahnsinn. Wer ständig zu spät kommt, kann als arrogant abgestempelt werden. Sogar mangelnder Respekt oder eine unterdrückte Rebellion können Zuspätkommern nachgesagt werden. Unpünktlichkeit sorgt also auf Dauer privat oder beruflich für Probleme.

Warum lohnt es sich, pünktlich zu werden?

Insbesondere im Berufsleben kann Unpünktlichkeit Ihrem Ruf schaden und hinderlich für Ihre Karriere sein. Mitarbeiter werden nach Stunden bezahlt. Folglich sind chronische Zuspätkommer unwirtschaftlich, denn sie kosten den Vorgesetzten mehr Geld. Zusätzlich riskieren sie unmotiviert, desinteressiert und untätig zu wirken. Das kann auch die Beziehung zu ihren Kollegen negativ beeinträchtigen.

Erscheinen Sie verschwitzt und außer Atem zu einem Meeting oder Date, kostet Sie das Ihre Souveränität. Ihre Kompetenz wird infrage gestellt und Sie wirken unzuverlässig. Es ist ratsam, vor wichtigen Terminen einen Zeitpuffer einzuplanen, um Vorbereitungen treffen, sich organisieren und die eigenen Gedanken sammeln zu können.

Zum vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Treffpunkt zu sein, schont nicht nur die Nerven Ihres Gegenübers, sondern hat auch auf Sie einen positiven Effekt. Denn ständiger Zeitdruck verursacht Stress und kann die Gesundheit beeinträchtigen. Wenn alle pünktlich kommen, ist die Situation automatisch entspannter.

Unpünktlichen Menschen kann unterstellt werden, die Zeit des anderen ungefragt zu verschwenden. Das wirkt unhöflich. Mit Pünktlichkeit signalisieren Sie hingegen, wie wichtig Ihnen das Treffen ist und bringen Ihrem Gegenüber Wertschätzung und Respekt entgegen. Für diese Geste lohnt es sich doch, pünktlicher zu werden.

Welche Gründe führen zu Verspätungen?

Auf dem Weg zu mehr Pünktlichkeit ist die Ursachenforschung besonders wichtig. Bei vielen Zuspätkommern ist eine falsche Selbsteinschätzung für die Unpünktlichkeit verantwortlich. Sie unterschätzen den tatsächlichen Zeitaufwand und überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten.

Ein anderes Gefühl dafür, wie die Zeit vergeht, kann auch hinter chronischer Unpünktlichkeit stecken. Jeffrey M. Conte von der San Diego State Universität entdeckte diesen bestimmten Persönlichkeitstyp unter den Zuspätkommern.

Vorsicht ist gefragt, wenn Verspätungen beabsichtigt sind, zum Beispiel bei Desinteresse, Arroganz, Überheblichkeit oder Machtspielen.

Weitere Gründe können Multitasking, ein schlechtes Zeitmanagement, ein chaotischer Lebensstil oder zerstreute Gedanken sein.

In manchen Fällen kann die chronische Unpünktlichkeit ein Symptom einer tieferliegenden Problematik sein. Empfinden Sie Angst oder liegt ein krankhaftes Aufschieben von Tätigkeiten, also eine Prokrastination, vor? Sogar eine beginnende Depression oder ein Burn-out-Syndrom sind als Auslöser denkbar.

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