Verbindungstechnologie
Wie werden eigentlich Kabel gemacht?

Von Friederike Schmidt, Projektmanagerin bei Lapp 5 min Lesedauer

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Das Grundprinzip kennt wohl jeder: Drei Drähte aus verdrillten Kupferlitzen in grüngelb, blau und schwarz oder braun. Wie daraus verschiedenste Verbindungslösungen entstehen, zeigt ein Blick in die Kabelproduktion von Lapp.

Ein Extruder bringt eine Kunststoffschicht auf das Kupfer auf.(Bild:  Lapp)
Ein Extruder bringt eine Kunststoffschicht auf das Kupfer auf.
(Bild: Lapp)

Die Struktur einer Leitung ist vielen vertraut, die schon einmal eine Lampe ans Stromnetz angeschlossen haben. Üblicherweise sind unter einem Kunststoffmantel drei Drähte zu finden: ein grüngelber Erdungs- oder Schutzleiter, ein blauer Neutralleiter und ein stromführender brauner oder schwarzer Draht. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass jeder dieser Drähte aus mehreren verdrillten Kupferlitzen besteht – also aus feinen, leitfähigen Kupfersträngen, die in der Lage sind, Energie und Signale zu übertragen. Der Grundaufbau jeder Leitung ähnelt sich somit. Doch wie werden diese Komponenten eigentlich miteinander verbunden?

Lapp stellt seit 1959 Kabel und Leitungen wie auch Steckverbinder und Schleppketten her. Täglich entstehen bei dem Stuttgarter Weltmarktführer im Bereich integrierter Verbindungslösungen tausende Kilometer diverser Leitungstypen, allein 130.000 Kilometer pro Jahr im größten Werk von Lapp im französischen Forbach. Im Stuttgarter Kabelwerk fertigt Lapp vor allem Anschluss- und Steuerleitungen in hoher Zahl und Vielfalt. CEAM in Italien konzentriert sich auf Datenleitungen, Lapp Muller in Frankreich ist spezialisiert auf das Projektgeschäft und die Marine. Die beiden Produktionswerke in Indien produzieren überwiegend Datenleitungen und Infrastruktur-Kabel in großen Stückzahlen. In Korea liegt der Fokus auf strahlenvernetzten Leitungen, in den USA wieder auf Anschluss- und Steuerleitungen.