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Jungingenieure verfü verfügen bereits über CFK-Kenntnisse
Was rät der Pionier Einsteigern, die nicht nur Stahl und Aluminium, sondern auch CFK fräsen wollen? Liebrandt empfiehlt die Einstellung von jungen Maschinenbauingenieuren, die das Entwickeln und Bearbeiten von CFK-Bauteilen bereits an der Universität erlernt haben. Sie wissen dann auch, dass sich in ein CFK-Bauteil kein Loch mit Gewinde bohren lässt, sondern dass stattdessen ein Metallinsert zum Einsatz kommen muss. „Dieser Ingenieur sollte dann auch konsequent die Verantwortung für die Produktion und die Schulung der Mitarbeiter übernehmen“, rät der Fachmann.
Ein Beispiel aus der Praxis: Der CFK-Staub besitzt eine hohe elektrische Leitfähigkeit. Setzt sich der Staub auf elektrischen Kontakten ab, können Kurzschlüsse auftreten. Das Unternehmen müsse daher den gesamten Bereich und vor allem die Elektronik gegen den sehr feinen Kohlenstaub abdichten, zumal Liba den Werkstoff trocken bearbeitet. „Sie benötigen sehr gute Absaugeinrichtungen mit entsprechend feinen Filtern“, sagt Liebrandt. „Vorher haben wir mit Kühlschmierstoffen arbeiten müssen. Das hat uns viele Probleme mit der Sauberkeit bereitet.“
CFK-Sonderschau auf der Metav 2012
Doch selbst bei CFK-Experten wie Liebrandt und seiner Mannschaft besteht Weiterbildungsbedarf. Daher beteiligt sich das Unternehmen auch am VDMA-Forum „Composite Technology“. „In dieser Technologie bewegt sich nämlich alles mit sehr hoher Geschwindigkeit“, stellt Liebrandt fest. Das Forum sieht er aber auch als Chance, Kontakte zu Partnerfirmen für mögliche Kooperationen zu finden, denn die sehr breit gefä-cherte Technologie könne niemand „alleine stemmen“.
Als eine weitere Informationsplattform sieht der Firmeninhaber die Metav 2012 in Düsseldorf an. Dort organisiert der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) mit verschiedenen Partnern eine Sonderschau „Composites World Arena“ mit begleitendem Vortragsforum. „Nach Düsseldorf fahren unsere Produktionsmitarbeiter auf jeden Fall, um sich auf den neuesten Stand der Werkzeug- und Werkzeugmaschinentechnik zu bringen.“
* Nikolaus Fecht ist freier Fachjournalist in Gelsenkirchen
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