Leitmesse der Windenergiebranche Windkraft schafft Wachstum und sichert Arbeitsplätze

Redakteur: Udo Schnell

Die Hannover-Messe entwickelt sich zur Leitmesse für die Windenergiebranche. Dieses Statement pro Hannover gab Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Wind-Energie (BWE) auf der Hannover-Messe ab. Weltweit steige das Interesse an Windenergie und damit auch die Nachfrage nach Systemen, Komponenten und Service für Windenergieanlagen.

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Der Erfahrungsvorsprung der deutschen Windindustrie im internationalen Wettbewerb zahle sich mit einer Exportquote von über 80% aus. Er schaffe Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Deutschland. „Rund 100000 direkte und indirekte Arbeitsplätze sichert die deutsche Windindustrie“, so Albers weiter.

Weltweit wurden im vergangenen Jahr Windenergieanlagen mit einer Leistung von über 27000 MW neu installiert. Mittlerweile produzieren Windräder mit mehr als 120000 MW Leistung klimaschützenden Strom. Deutschland habe zwar im vergangenen Jahr seinen Titel des „Windweltmeisters“ an die Vereinigten Staaten verloren, so Albers weiter. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass die USA deutlich größer seien als Deutschland und bisher auch wesentlich mehr CO2 emittiert hätten.

China und USA als Windkraft-Märkte interessant

Mit ambitionierten Ausbauzielen sind, so der Verbandsvorsitzende weiter, vor allem China und die USA dabei, die Erfolgsstory der Windenergie in Deutschland zu wiederholen. Wenn US-Präsident Barack Obama das Ziel der Verdoppelung der Versorgung mit Erneuerbaren Energien in nur drei Jahren realisieren kann, wird es einen Wettlauf bei Fertigung und Installation von Windenergieanlagen geben.

„Die deutsche Windenergiebranche sieht sich gut gewappnet, ihre Spitzenstellung zu festigen und weiter auszubauen. Ein stabiler Inlandsmarkt als Technologieschaufenster ist Grundvoraussetzung für weitere Erfolge im globalen Wettbewerb. Die Windindustrie wird eine der stärksten Wachstumsbranchen der nächsten Jahre sein. Ihre dynamische Entwicklung wird der Wirtschaft aus der Konjunkturflaute heraushelfen“, betonte Albers.

Umsatz mit Windkraftanlagen aus Deutschland wächst stark

Nach Berechnungen des Verbands stieg der Umsatz mit in Deutschland hergestellten Windkraftanlagen und deren Bauteilen im Jahr 2008 im Vergleich zu 2007 um fast 12% von 7,6 auf 8,5 Mrd. Euro. 82% brachte allein das Export-Geschäft ein.

„Die weltweite Energienachfrage wird weiter steigen und damit auch die Nachfrage nach effizienten und umweltfreundlichen Energietechnologien. Im Vergleich zu neuen fossilen Kraftwerken deckt die Windenergie diese Nachfrage nicht nur klimafreundlicher, sondern auch schneller. Windräder können innerhalb kurzer Zeit aufgebaut werden“, erläuterte Ralf Bischof, Geschäftsführer des BWE. Die heutigen energiepolitischen Rahmenbedingungen, das heißt die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes in Deutschland, verbindliche Ausbauziele der EU sowie das Energieprogramm der USA, schaffen eine stabile Grundlage für den weiteren Ausbau der Windenergie weltweit, so Bischof weiter.

Bundesverband Wind-Energie e.V. auf der Hannover-Messe 2009: Halle 27, Stand M11

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