Studie

Windkraftanlagen-Hersteller zum Wachstum verdammt

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Damit stehe die gesamte Windkraftbranche vor ganz neuen Herausforderungen. Organisches Wachstum sei im dominierenden Onshore-Segment künftig nur schwer zu realisieren. Im Neugeschäft müssten sich die OEMs in den nächsten drei Jahren auf weiterhin niedrige Profitmargen einstellen.

Windkraftanlagen-Hersteller müssen Kosten im Auge behalten

Kostenmanagement und Produktkostensenkung wrüden zentrale Aufgaben bleiben. Wachstumsakzente könnten vor allem im Service gesetzt werden. Tatsächlich seien viele internationale Anlagenhersteller im Bereich Wartung und Reparatur bei der Verteidigung ihrer Marktanteile bislang erfolgreicher als erwartet. Allerdings sei heute noch nicht absehbar, ob die vermehrt abgeschlossenen langfristigen Serviceverträge auf Dauer profitabel sind.

Der Offshore-Markt biete zwar hohe prozentuale Wachstumsraten, mache aber heute erst 3 % der neu installierten Leistung aus. In absoluten Gigawatt-Zahlen bleibe der Zubau im Onshore-Bereich bis 2020 jedoch größer und werde dann noch über 80 % des Gesamtmarkts ausmachen.

Chinesische Wettbewerber werden sich nicht wie bislang ausschließlich in ihrem Heimatmarkt bewegen, erwarten die Berater weiter. Ihr Eintritt in internationale Märkte mit technisch vergleichbaren, aber günstigeren Produkten, erhöhe zusätzlich den Wettbewerbsdruck.

Viele Gründe sprechen für Größenvorteile bei Windkraftanlagen

Größe sehen die Berater als Erfolgsrezept der Zukunft. Die Gründe hierfür seien in der stark fragmentierten Branche vielschichtig. Hersteller von Windkraftanlagen sind gezwungen, erheblich mehr Kostenvorteile aus Skaleneffekten zu ziehen, heißt es. Immer größere, professionellere Kunden und Windparkbetreiber würden verstärkt auf große OEMs setzen. Die Projekte würden größer und umfangreicher, vor allem getrieben durch das wachsende Offshore-Segment.

Analog zum traditionellen Energieanlagenbau stiegen die Ansprüche der Kunden an Generalunternehmerschaft und komplementäre Leistungsangebote. Dadurch entstünden größere Einzelrisiken. Diese könnten größere, finanzstarke Player – auch durch ein professionelleres Risikomanagement – besser abfedern.

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