Instandhaltung

Wirtschaftlichkeit von Unternehmen steigt durch eine proaktive Instandhaltungs-Strategie

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Die Strategie, die ein Unternehmen wählt, hängt von einer Reihe von Faktoren ab. So liegt die Priorität in Werken mit kontinuierlichen Produktionslinien fast immer bei einer Verfügbarkeit von 100%. In der Fertigungsindustrie hingegen muss eine Maschine dann verfügbar und funktionstüchtig sein, wenn sie gebraucht wird. Eine durchgehende Verfügbarkeit ist hier weniger wichtig.

Richtige Instandhaltungs-Strategie hängt von Folgeabschätzung ab

So unterschiedlich die Produkte sind, die die Produktionslinien hervorbringen, so vielseitig ist auch der für das jeweilige Werk beste Instandhaltungs-Ansatz. Siemens Industrial Technologies hat deshalb auf der Grundlage weltweit gewonnener Erfahrungen in einer Vielzahl von Branchen und Werken ein Konzept auf den Weg gebracht, das sicherstellt, dass bei der Instandhaltungsoptimierung alle Variablen einbezogen werden. Ein standardisierter, in vier Schritte untergliederter Ansatz führt zu einem maßgeschneiderten Ergebnis.

Den ersten Schritt des Programms „Simain – Business Based Maintenance“ bildet ein zweitägiger standardisierter Instandhaltungs-Checkup (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Ziel ist es, Unternehmen eine klare Vorstellung von der Ausgereiftheit und dem Leistungsniveau ihrer Werksprozesse zu vermitteln.

Nach dieser Untersuchung werden Verbesserungshebel benannt und erste Optimierungsmöglichkeiten abgeschätzt. Die Betreiber entscheiden dann, ob sie zur nächsten Phase übergehen. Dabei sind die größten Einsparungen bei den Unternehmen möglich, die noch keinen strukturierten Instandhaltungs-Ansatz verfolgen.

Verbesserungsmaßnahmen werden zunächst simuliert

In der zweiten Phase werden alle instandhaltungsbezogenen Prozesse einer besonders strengen Analyse unterzogen und die daraus gewonnenen Daten aufgezeichnet (Bild 2). Ein spezielles Tool simuliert Verbesserungsmaßnahmen und berechnet die erwartete Projektrentabilität. An dieser Stelle spielt vor allem die Geschäftsstrategie des Unternehmens eine entscheidende Rolle, da der entstehende Instandhaltungsplan die wichtigsten Prioritäten des Unternehmens unterstützen muss.

Der Erfolg der Verbesserungsmaßnahmen lässt sich am besten mit Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators, kurz KPI) überwachen. Damit können Änderungen langfristig verfolgt und die Richtung für weitere Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Leistungskennzahlen sind jedoch nur dann effektiv, wenn auch die Unternehmensleitung die Initiative unterstützt und Instandhaltungsverbesserungen genauso wichtig wie Produktionsvolumen und Verkauf sind.

Optimierungsplan für die Instandhaltung bringt schnelle Ergebnisse

Nachdem entschieden wurde, ob die Instandhaltung mithilfe interner Ressourcen oder die Aufgabenvergabe extern erfolgt, geht es in der dritten Phase um das Umsetzen des Optimierungsplans. Die ersten positiven Auswirkungen lassen sich bereits innerhalb kürzester Zeit feststellen.

Hierzu zählen unter anderem eine erhöhte verfügbare Betriebszeit und eine verbesserte Kosteneffizienz. Um eine effektive Prozessoptimierung zu erreichen, kann ein Computerized Maintenance Management System (CMMS) eingebunden werden (Bild 3).

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