Asiatisches Zwischentief China und Japan verzeichnen abflauende Wirtschaft

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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In China wolle Experten erst Anzeichen einer Abkühlung der Konjunktur erkennen. Und die japanische Wirtschaft schrumpft weiter, wenn auch nicht so stark wie angenommen ...

Derzeit gehen die Konjunkturkurven von China und Japan eher nach unten. Analysten bewerten hier das Geschehen mit Blick auf die Zukunft dieser Volkswirtschaften ...(Bild:  Kurveator)
Derzeit gehen die Konjunkturkurven von China und Japan eher nach unten. Analysten bewerten hier das Geschehen mit Blick auf die Zukunft dieser Volkswirtschaften ...
(Bild: Kurveator)

Im Oktober hat die Industrieproduktion Chinas, wie es heißt, unerwartet und deutlich an Fahrt verloren. Der Anstieg bei den Umsätzen im Einzelhandel habe sich demnach fünf Monate hintereinander abgeschwächt. Wie das nationale Statistikamt am Freitag aus Peking mitteilte, legte die Produktion in den Industriebetrieben um 4,9 Prozent im Jahresvergleich zu. Im Monat zuvor war die Fertigung noch um 6,5 Prozent gewachsen. Analysten hatten für Oktober im Schnitt aber ein Wachstum von 5,5 Prozent erwartet. Enttäuschend sei auch die Entwicklung im Einzelhandel der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ausgefallen. Denn dabei meldet das Amt zeitgleich einen Anstieg der Umsätze im Jahresvergleich um 2,9 Prozent. Damit hat die für den privaten Konsum wichtige Kennzahl den niedrigsten Wert seit dem August 2024 erreicht. Einen Rückgang bei den Umsätzen über eine Dauer von fünf Monaten hat es zuletzt 2021 gegeben, als Chinas Wirtschaft durch die Corona-Krise belastet wurde, wie die Experten anmerken. Alles in allem verliere Chin an Stärke, auch wenn das Land sich angesichts des Zollstreits mit den USA und den damit sinkenden Ausfuhren als recht robust erwiesen habe. Wie einige Analysten glauben, so ist das aber kein Absturz sonder nur ein vorübergehender Sinkflug.

Japans neue Regierung könnte ein Wachstumspaket schnüren

Und Japans Wirtschaft ist im Sommer auch aufgrund eher schwacher Exporte und Investitionen geschrumpft. In den drei Monaten Juli bis September ist das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) deshalb im Vergleich zum Vorquartal auf das Jahr hochgerechnet um 1,8 Prozent gesunken, wie die japanische Regierung sagt. Es sei der erste Rückgang seit Anfang 2024. Von Bloomberg befragte Experten hatten allerdings mit einem noch etwas stärkeren Abschwung gerechnet. In den ersten beiden Quartalen 2025 war Japans Wirtschaft allerdings noch kräftig gewachsen. Yoshimasa Maruyama, Chefvolkswirt beim Wertpapierhandelshaus SMBC Nikko Securities sieht Japan deshalb weiter auf einem moderaten Wachstumskurs. Dennoch dürften die Wachstumsdaten des dritten Quartals die Überzeugung der seit Kurzem amtierenden Regierung untermauern, dass die Wirtschaft mit einem umfangreichen Wachstumspaket zu unterstützen sei. Japan wird seit Mitte Oktober von Premierministerin Sanae Takaichi geführt – die erste Frau an der Spitze Nippons. Von ihr werden wachstumsfördernde Maßnahmen erwartet.

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