Werkzeugschleifen

Wohl abgerundetes Leistungspaket von der Maschine bis zum Service

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Schnellprogrammierung ohne Frust

Schon vor dem ersten Kauf war Lyon von der Programmierbarkeit der CNC-Schleifmaschinen angetan, die, wie er dazu anmerkt, auf der IMTS von einem Anca-Techniker sich hat vorführen lassen: „In unter fünf Minuten war unser Werkzeug programmiert. Mit G-Code-Programmierung benötigten wir bisher dafür 20 bis 25 Minuten – zuzüglich weiteren 15 min zum Schleifen.“

Positiv zu Buche schlage außerdem, dass nach Ende des Jobs sich das Programm und alle dazugehörigen Funktionen einfach speichern ließen: Soll das gleiche Werkzeug noch einmal geschliffen werden, muss das gespeicherte Programmierung nur noch abgerufen werden.

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Lyon resümiert: „Das ist gibt uns einen großen Vorsprung in puncto Reproduzierbarkeit.“ In der Vergangenheit, so Lyon weiter, war es schwierig immer exakt das gleiche Werkzeug herzustellen. Nutenlänge, Schnittlänge, Freiwinkel und Abstände variierten oft, wenn auch nur leicht. Mit den Anca-Maschinen gelingt uns die wiederholgenaue Präzision in bisher nie dagewesener Weise.

Alles steht und fällt mit der Software-Effektivität

Das Herzstück des Konzepts ist die Toolroom-Software, die in jede Anca-Anlage integriert ist. Im gesamten Schleifprozess biete sie eine immense Anwendungsvielfalt – egal ob beim ersten Werkzeugentwurf, beim Herstellen oder beim Nachschleifen. Zusätzlich überzeuge sie mit Flexibilität, Bedienerfreundlichkeit sowie Prozessintegrationsfähigkeit und letztlich mit hochpräzisen Produkten. Als praktische bezeichnete Werkzeugassistenten, integrierte 2D- und 3D-Grafiken, klare Hilfeabbildungen für alle Parameter sowie die bedienerfreundliche Schnittstellen mit Touchscreen sind laut Anca nur ein Bruchteil der vielen Vorteile für die Anwender.

Wie einfach sich Anca-Maschinen mit Toolroom programmieren und bedienen lassen, zeigte sich nicht zuletzt im Rahmen der dreitägigen Schulung durch einen Anwendungsingenieur bei AB Tools. „Ich lerne schon immer schnell, aber die wie intuitiv die Bedienung und Programmierung klappte, hat mich dann doch überrascht. Bereits nach einem Tag konnte ich selbstständig Werkzeuge schleifen und am zweiten Tag brauchte ich die Hilfe des Ingenieurs kaum noch“, erinnert sich Lyon.

Simulationstools ersetzten Vorstellungskraft

„Früher musste man über eine große Vorstellungskraft verfügen, um ein Werkzeug zu konstruieren und dabei hoffen, dass es nach der Herstellung auch so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat“, weiß Lyon zu berichten. Mit der Simulationssoftware könne das Werkzeug nun aber mit allen angegebenen Parametern so gesehen werden, wie es später wirklich ist. In Kombination mit der Möglichkeit, von der Maschine aus zu programmieren, habe sich die Herstellung von Schneidwerkzeugen damit quasi revolutionieren lassen. Der Cimulator 3D von Anca simuliert dabei nicht nur das geschliffene Werkzeug, sondern auch sämtliche Schleifbewegungen, Maschinenmodelle und Zubehör, ist von Anca zu erfahren. So kann die komplette Schleifsequenz abgespielt und Kollisionen verhindert werden. Zudem reduziere die Offlineüberprüfung von Werkzeuggeometrie und Prozess die Entwicklungszeit und optimiere die Maschinenausnutzung.

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