Auftragsfertigung

XXL-Auftragsfertiger und Beherrscher der Vielfalt

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Kinkele gehört zu Deutschlands größten Ausbildungsbetrieben

Den meisten bekannt dürfte Kinkele allerdings als das Unternehmen mit den großen Maschinen sein. „Dabei sind wir nicht so sehr stolz darauf, einige der größten Maschinen in unserer Fertigung stehen zu haben, sondern darauf, dass wir Mitarbeiter haben, die auch mit diesen Maschinen umgehen können“, so Beck weiter. Weil man den Nachwuchs braucht, gehört Kinkele zu den größten Ausbildungsbetrieben in Deutschland und bildet von seinen knapp 350 Mitarbeitern rund 65 Lehrlinge aus. „Wir brauchen keine Knöpfedrücker, sondern Leute, die sich auskennen und im Zweifel in der Nachtschicht auch etwas allein entscheiden können. Deshalb bilden wir so stark aus“, konkretisiert Kurt Kinkele.

Neben der Projektierung und dem Schweißen ist das Lackieren ein weiterer, großer Geschäftsbereich, der seine Bedeutung nicht zuletzt im Bereich der Offshoreaufträge unter Beweis stellt.

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„Bei der Offshoretechnik kann es vorkommen, dass die Beschichtung, beispielsweise eines Unterwassergehäuses eines Ölplattform-Antriebs, der teuerste Teil ist. Dann hat die Beschichtung auf gefühlte 100 Jahre Garantie auf Durchrostung“, ergänzt Beck. Dabei trägt der zertifizierte Beschichtungsinspektor, damals noch Lackiermeister, acht oder zehn Schichten auf, die dokumentiert werden, mit Feuchtigkeitsmessung und Temperaturfühlung, um nur einige wenige Arbeitsschritte aufzuzählen.

Die akribische Dokumentation ist ein weiterer Firmenbaustein und gehört zur Qualitätssicherung, einem Geschäftsfeld, dessentwegen das Vertrauen der Kunden zu Kinkele groß ist.

Die Montagehalle entscheidet oft den Wettbewerb

Die letzte große Investition in die Kinkele-Immobilie war die Montage. Die 100 m lange und 50 m breite Halle wurde vom damaligen Geschäftsführer Friedrich Andreas Kinkele im Rezessionsjahr 2009 fertiggestellt. Eine Entscheidung, die sich recht schnell als glückliche Fügung herausstellen sollte, denn mitunter ist Kinkele wegen dieser Halle für die Großmontage heute in der Lage, größte Maschinen- und Anlagenteile zu montieren.

„Die Montagehalle ist oft der entscheidende Faktor, wenn es im Wettbewerb um den Auftrag geht. Im Moment ist sie bereits jenseits ihrer Belastungsgrenze, wir arbeiten derzeit in der Nähe von 150 %“, erklärt Beck. Und er fügt hinzu: „In der Industrie ist es schwierig, wenn man kleinkariert mit Investitionen umgeht. Dann fallen Investitionsentscheidungen oft zu spät und das ist meiner Meinung nach ein größeres Problem als ein hohes Lohnniveau. Es geht dabei nicht darum, ob man groß oder klein ist, sondern darum, ob man langsam oder schnell ist. Schnell zu sein, ist unser Wettbewerbsvorteil.“ Dank dem Dreischichtbetrieb dauert eine 24-h-Bearbeitung nicht drei Tage, sondern einen Tag, was oft entscheidet: Auftrag oder nicht Auftrag.

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