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Kalt- und Halbwarmumformung

Zähigkeit und Festigkeit im Stahl kombiniert

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Beim XTP-Verfahren entsteht durch eine gezielte Temperaturführung ein extrem homogenes Stahlgefüge mit Korngrößen von weniger als 5 µm, die auch nach der Massivumformung erhalten bleiben. Die geringe Korngröße ist die Voraussetzung, um die Zähigkeitsreserven des Werkstoffs nutzbar zu machen. Ein weiterer Vorteil: Auch bei bis zu –101 °C verfügen XTP-Stähle noch über gute Zähigkeitswerte. Das Verfahren kann auf Stabmaterial im Durchmesserbereich von 18 bis 40 mm angewendet werden und bietet eine hohe Variabilität bei der individualisierten Einstellung der Prozessparameter Temperatur, Umformgrad und Abkühlgeschwindigkeit.

Thermomechanisches Verfahren erzeugt homogenes, feinkörniges Gefüge im Stahl

Zunächst wird der Stahl induktiv erwärmt. Über die Wahl der Austenitisierungstemperatur bestimmt Steeltec die Werkstoffeigenschaften und die Korngröße des Gefüges. Im Einlauf-Temperaturführungsbereich wird die Temperatur für die Hochumformung eingestellt. Durch die Austauschbarkeit von Kühl- und Zwischenwärmsegmenten ist eine kontrollierte Einflussnahme auf die gewünschten Stahleigenschaften gegeben.

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Im Auslauf-Temperaturführungsbereich wird das Stabmaterial gezielt abgekühlt – die Intensität der Abkühlung kann durch Zu- und Abschalten einzelner Segmente und durch die Regulierung von Wassermengen gesteuert werden. Anschließend erfolgt das Wiedererwärmen auf Anlasstemperatur. Die gesamte Anlage überwacht den Temperaturverlauf und die Durchmesserkonstanz des Stabmaterials. XTP ist damit ein zukunftsweisendes Verfahren, das die Marktanforderungen nach immer höheren Wirkungsgraden der Bauteile und kosteneffizienten Wertschöpfungsketten erfüllt.

* Guido Olschewski ist Leiter Qualität und Entwicklung bei Steeltec in 6020 Emmenbrücke (Schweiz)

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