Elektrokonstruktion

Zeitgemäße Konstruktionshilfen bringen Wettbewerbsvorteile

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Was das quantitativ bedeutet, lässt sich leicht an einem Zahlenbeispiel festmachen: Der Zeitbedarf für Vorbereitungsarbeiten je Betriebsmittel liegt laut einer Studie eines CAE-Herstellers durchschnittlich bei etwa 2,7 h. Bei einem Abzweig mit Leistungsschalter, Schütz und Sanftstarter summiert sich diese Zeit auf 8,1 h für Datensuche und Datenaufbereitung.

Betriebsmittelorientierte Herangehensweise heißt die Lösung in der Konstruktion

In der Konstruktion ist ein Trend zu beobachten weg von einer funktions- hin zu einer betriebsmittelorientierten Herangehensweise. Das bedeutet: Während früher Spulen oder Schalter gezeichnet und mit einem Motor verbunden wurden, wird heute ein konkretes Schütz aus einer Artikeldatenbank ausgesucht. Dabei überwacht das CAE-System bereits, ob das ausgesuchte Gerät überhaupt für den gewünschten Einsatz geeignet ist.

Allein durch einen solchen Philosophiewandel in Verbindung mit einer zentral geführten Datenbank ließen sich 80% des Aufwands für konstruktionsbegleitende Arbeiten einsparen (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Eine solche Zentralisierung von Daten beziehungsweise ein modernes Datenmanagement erweist sich dabei nicht nur bei großen Konstruktionsabteilungen als sinnvolle Investition, sondern auch bei Abteilungen mit wenigen Mitarbeitern.

Zeitbedarf für dreiteiligen Abzweig von einem Manntag auf einige Minuten senken

Die verbleibenden 20% des Zeitaufwands für vorbereitende Arbeiten lassen sich weiter verkürzen, indem die erwähnten EDZ-Dateien, wie Siemens sie anbietet, vollautomatisiert in das CAE-System eingespielt werden (Bild 2). Damit ließe sich der Zeitbedarf für den genannten dreiteiligen Abzweig von einem Manntag auf wenige Minuten reduzieren, und zwar nicht nur wegen des vollautomatischen Datenimports in das CAE-System, sondern auch durch die intelligente Vernetzung aller Informationen innerhalb des Systems. Diese Neuheit bietet Siemens seit gut einem Jahr an; die verfügbaren Daten werden dabei sukzessive erweitert, streng nach der Philosophie „one click to go“.

Auch Defizite im Umgang mit der weltweiten Normung lassen so manchen Arbeitsschritt rund um die Elektrokonstruktion erheblich zeitaufwendiger werden. Beispielsweise muss zu jedem Gerät innerhalb der Elektrokonstruktion ein UL-Zertifikat mitgeliefert werden, wenn die Maschine oder Anlage in die USA exportiert wird. Gleiches gilt in China mit CCC oder in den GUS-Staaten mit Gost.

Produktdokumentationen an weltweite Anforderungen angepasst

Siemens passt die Dokumentation seiner Produkte seit Jahren an die weltweiten Anforderungen an (Bild 3). Der Produktkatalog auf einer so genannten CAx-DVD (Technical Product Data for CAx Applications – Low Voltage) oder in dem CAx-Onlinegenerator wurde deshalb von vier auf zwölf Datenarten erweitert.

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