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Spröde und weiche Teilsektionen fordern heraus
Mit der speziell dafür ausgelegten Spindel mit zwei Wellenenden, wird mithilfe eines Fräsers mit 4-mm-Vorschub, ein Fräsausschnitt anhand eines CAD-Datensatzes gefräst. Damit sich keine Scharten an den Fräskanten bilden, werden die anfallenden Späne, welche beim Fräsen entstehen, direkt am Bauteil - über Bohrungen mit dahinter liegenden Vakuumschläuchen abgesaugt. Die Spindel dreht sich in Sekundenschnelle, und der zweite Bearbeitungsmodus beginnt. Am zweiten Spindelende sitzt ein Fräser, welcher das Bauteil entgratet und so nachträgliche manuelle Arbeiten hinfällig macht. Mit diesen beiden eng aufeinanderfolgenden Bearbeitungsabschnitten, gehören lange Werkzeugwechselzeiten der Vergangenheit an.
Die Fräsbearbeitungsgeschwindigkeiten sind je nach Materialdicke und Typ unterschiedlich. Unser Beispiel – das Bauteil „Bumper“ besteht aus einem Materialmix. Die Basis ist ein Thermoplast mit einer lackierten Oberfläche. Beide Schichten verhalten sich bei der Fräsbearbeitung unterschiedlich: Der Lack ist relativ hart und hinterlässt beim Fräsen eine eher spröde Kante. Die thermoplastische Komponente ist im Gegensatz dazu eher weich. Die Kunst dabei ist es, die Fräsbearbeitung im Zusammenspiel mit Drehzahl und Vorschub korrekt zu errechnen und richtig einzustellen, um ein sauberes Fräsergebnis beider Werkstoffe zu erzielen.
Fräsen in der Kunststoffwelt
Ein neuer 5-Achser für Werkzeug- und Formenbauer
Weitere Features der Gantry-Fräsmaschine:
- Die verwindungssteife Stahlkonstruktion, Beschleunigungswerte von bis zu 4 m/s² und Eilgeschwindigkeiten von bis zu 60 m/min, Hochfrequenz-Frässpindeln mit einer Drehzahl bis 60.000 min-1 sorgen für Dynamik und Präzision;
- Die Anlage wird außerhalb des Bearbeitungsbereichs über ein schwenkbares Display via CNC Siemens-Sinumerik-840D/SL mit PC und hochauflösendem Grafikbildschirm inklusive einfacher Menüführung bedient. Diese ist kompatibel mit allen gängigen CAD/CAM-Programmen. Zum Einfahren von Programmen gibt es ein portables HT8-Bedienhandgerät;
- Bei der Werkzeugvermessung wird der Fräser auf seine richtige Länge überprüft. Diese Funktion kann beliebig oft in Sequenzen aufgerufen werden;
- Im Shuttletisch sind Codierstecker implementiert, welche die Erkennung der Fräsaufnahme und des richtigen Programms bestätigen beziehungsweise die Ventile der Fräsaufnahme ansteuern;
- Wenn kein pneumatisches Verfahren nötig ist, wird über Vakuumverteilerleisten respektive Unterdruck die Spannung der Fräsaufnahme aktiviert. Über programmiertes „Abfragen“ in verschiedenen Bearbeitungszonen, wird etwa die richtige Auflage der Aufnahme abgefragt;
- Ein kompakter 5-Achs-Fräskopf zur hochpräzisen räumlichen Bearbeitung unterschiedlichster Werkstoffe eröffnet ein breites Anwendungsspektrum;
- Die Sicherheitskabine ist gut begehbar (optionaler Schallschutz möglich) und schafft für Werker und Umgebung einen optimalen Arbeitsschutz.
Hinweis der Redaktion: HG Grimme Systech stellt auf der Moulding Expo 2019 zwar nicht dieses System, das die Expertise des Maschinenbauers bezüglich einer Schlüsselbranche beweisen soll, aus, aber eine Rundtischanlage RT-F 1400.
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