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Moulding Expo 2019 Zeitsparende Bearbeitung von Auto- und Flugzeugteilen

| Autor / Redakteur: Wolfgang Grimme / Peter Königsreuther

HG Grimme Systech verspricht den Anwendern stets die genau für die Aufgabe hin ausgerichtete Maschine zu liefern. Hier erklären die Experten unter anderem, wie ein typisches Projekt mit ihnen zum Erfolg wird.

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HG Grimme Systech präsentiert zur Moulding Expo 2019 die G-S-F/2S: eine Gantry-Shuttle-Maschine mit fahrbarem Shuttletisch. Hier ein Modell mit zwei Tischen dieser Art (Siehe auch Bildergalerie für die Vollansicht). Im Einsatz ist diese Anlage bereits bei einem Automobilzulieferer für die Endbearbeitung von Stoßfängern. Halle 9, Stand A27.
HG Grimme Systech präsentiert zur Moulding Expo 2019 die G-S-F/2S: eine Gantry-Shuttle-Maschine mit fahrbarem Shuttletisch. Hier ein Modell mit zwei Tischen dieser Art (Siehe auch Bildergalerie für die Vollansicht). Im Einsatz ist diese Anlage bereits bei einem Automobilzulieferer für die Endbearbeitung von Stoßfängern. Halle 9, Stand A27.
(Bild: HG Grimme)

Vorstellen möchten wir heute die Herstellung einer Fräsaufnahme von „A bis Z“, sowie den technischen Produktionsablauf eines Gantry-Shuttle-Frässystem in Verbindung mit zwei Fräsvorrichtungen.

Die Besonderheit dieser Maschinenkonstruktion besteht darin, dass die Fräsbearbeitung im Innenraum der Maschine stattfindet und gleichzeitig außerhalb der Maschine - ein oder mehrere Frästeile aufgelegt respektive abgenommen werden. Diese ergonomisch wirtschaftliche Weiterentwicklung stellt den großen Unterschied zum Vorgängersystem der Gantry-Basisanlage mit einem starren Tisch dar.

So hilft man Kfz-Zulieferern:

Der HG-Grimme-Kunde, der Bumper/Stoßstangen befräsen wollte sendete dazu Musterteile von Bumper und Rohteildaten im CAD- Format an HG Grimme, wo sie eingelesen und aufbereitet werden. Anschließend werden die Daten über ein CAD-System, unter Berücksichtigung des synergetischen Zusammenspiels mit der Fräsmaschine, Zeichnungen und entsprechende CAD-Daten der zum Fräsen benötigten Vorrichtung erstellt. Eine äußerst förderliche Neuentwicklung ist hierbei die Simulierung der Daten in Echtzeit: Mithilfe von virtuellen Köpfen am CAD-System, können zum Beispiel die Bauteillage, die Zugänglichkeit zum Bauteil, die Machbarkeit auf der Maschine, der Zeitrahmen und die Bearbeitungsabläufe im Vorfeld simuliert werden.

Passende Fräsaufnahmen nach CAD-Vorgabe

Die erstellten CAD-Daten werden in den HG-Grimme-Fertigungsbereich übergeben und dort nach Vorgabe gefräst. Die Frästeile werden dann je nach Anforderung mit Druckluftanschlüssen, Dichtungsgummis, Sensoren und einer Absaugung versehen, zusammengebaut und mit einem eigenen Steuerungsgerät ausgestattet.

Die fertig erstellte Aufnahme wird in der Maschine auf einem Shuttletisch auf Aluminiumstreben montiert, auf welchem auch Positionierstifte angebracht sind. Diese halten die Fräsaufnahme exakt in Position.

Das Bauteil (Bumper) wird auf die Aufnahme gelegt und auf spezielle Aufnahmepunkte vorpositioniert. Über Endschalter wird die Lage auf „O. K.“ abgefragt und das Vakuum ausgelöst. Nach wiederholter Abfrage und Prüfung in Sachen korrekter Lage, wird das Fräsprogramm freigegeben und das Fräsen kann beginnen.

Antistatikvorhang hält Bauteile sauber

Die Gantrymaschine G-S-F/2S ist mit zwei Gantry-Shuttletischen mit je zwei Fräsaufnahmen und somit vier nutzbaren Produktionsplätzen für den Werker ausgestattet. Das bringt den Vorteil, dass außerhalb der Anlage zwei Personen die Fräsaufnahmen mit zwei unterschiedlichen Eckteil-Stoßfängern bestücken können. Eine Person an der Vorderseite, der Maschinenbedienseite und eine an der Rückseite der Anlage. Die Bestückung ist so geplant, dass die Zykluszeiten im Bearbeitungsbereich innerhalb der Maschine mit denen der Bestücker außerhalb der Anlage optimal abgestimmt sind. Je nach kundenspezifisch gewünschtem Bearbeitungszyklus, kann die Bestückung auch nur von einer Person vorgenommen werden. Startet das Fräsprogramm, gleiten die Teile beim Einfahren in den Bearbeitungsbereich durch einen ionisierten Luftvorhang, welcher die statische Aufladung des Bauteils auflöst. Die bei der Bearbeitung entstehenden Späne werden abgesaugt und bleiben somit nicht am Bauteil haften.

Bildergalerie

Auf der Maschine können Bauteile aus üblichen Kunststoffen und carbonfaserverstärkten Typen (CFK) befräst werden. Für die Bearbeitung von Gummihäuten (Airbagschneiden) sei auf die Anlagen mit Beschnittvorrichtungen verwiesen. Ein Nacharbeiten der Werkstücke ist so nicht erforderlich, weil die Maschine auf alle Materialanforderungen sehr gut angepasst und eingestellt wird. Das gewährleistet eine hervorragende Oberflächenqualität bei der Bearbeitung sämtlicher Werkstoffe. Mit dieser 5-Achs-Shuttletechnik führen die Anwender anspruchsvolle Arbeiten an räumlichen Körpern perfekt und besonders effizient aus. Das sind Aspekte, mit denen man in der Automobilzulieferer-, dem Luft- und Raumfahrtsektor genauso punkten kann wie beim Yachtbau oder in der Sanitärindustrie.

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