Porträt

Zeller+Gmelin: 150 Jahre Partner der Industrie

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Am 23. Februar 1866 wurde das Unternehmen Zeller+Gmelin als offene Handelsgesellschaft und Schieferölfabrik eingetragen. Dahinter steckten die Ideen des Eisenbahningenieurs Albert Zeller und des Apothekers Paul Gmelin, die Schiefersteilhalden der sogenannten „Ebene“ in Groß-Eislingen zur Destillation und Gewinnung von Leucht- und Heizöl zu nutzen. Als dann jedoch Kohle zum bevorzugten Feuerungsmittel avancierte, verlagerte sich das Geschäft zunehmend auf die Herstellung von Schmiermitteln, die im Zuge des aufkommenden Eisenbahnausbaus sehr stark nachgefragt wurden.

Steigender Bedarf nach Mineralölprodukten

Mit dem Zeitalter der Motorisierung stieg der Bedarf nach Mineralölprodukten. Weil er die Zeichen der Zeit erkannt hatte, gründete Julius Zeller 1898 als ältester Sohn von Albert Zeller auf dem heutigen Gelände entlang der Haupteisenbahnlinie eine Benzinraffinerie. Sie ist bis heute das Herzstück des sich nach und nach ausweitenden Fabrikgeländes geblieben. Fortan rollten aus aller Welt Kesselwagenzüge mit Rohbenzin nach Eislingen ein.

Die Qualität der Zeller+Gmelin-Produkte sprach sich schon bald im Reich herum, nicht zuletzt weil die Eislinger in Graf von Zeppelin einen lobenden Fürsprecher hatten und zeitweise sogar als Hoflieferant fungierten. Der gute Ruf festigte sich und aufgrund des Zusammenhalts der Familie Zeller überstand das Unternehmen auch die beiden Weltkriege.

Die Ölkrisen in den Jahren 1973 und 1979 führten schließlich zu einer Neuausrichtung, der Zeller+Gmelin bis heute treu geblieben ist: „Weg vom Massengeschäft, hin zur Eigenproduktion von Spezialitäten.“ Die Möglichkeiten des Marktes sollten besser genutzt werden und dafür wurden nach und nach neue Produktlinien eingeräumt, neue Firmen gegründet und Beteiligungen eingegangen.

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