Spannmittel Zentrier- und Magnetspannfutter senkt Rüstzeiten um 50%

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Eine wirkungsvolle Kombination von Zentrierfutter und Magnetspannfutter senkt die Rüstzeiten um bis zu 50%. Das neue Hybridspannfutter ist die Verknüpfung eines Drei-Backen-Handspannfutters mit einer runden Magnetspannplatte. Damit lassen sich Werkstücke unterschiedlicher Größe nicht nur gleichmäßig und sicher spannen, sondern auch von drei Seiten bearbeiten.

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Vor allem die präzise Bearbeitung von Ringen in einer einzigen, schnell zu realisierenden Aufspannung ist mit dem neuen kombinierten Zentrier- und Magnetspannfutter MZMF von Röhm möglich. Das bei Magnetspannfuttern übliche zeitaufwändige Zentrieren von Hand oder mit eigens erstellten Vorrichtungen entfällt nun. Werkstücke verschiedener Größen und Konturen lassen sich so in Sekundenschnelle sicher zentrieren und spannen, hebt Röhm hervor.

Drei-Backen-Zentrierfutter für Außen- und Innenspannung geeignet

Das Drei-Backen-Zentrierfutter wird mit einem einfachen Trieb betätigt und ist sowohl für Außen- wie Innenspannung geeignet. Wie erläutert wird, richtet der Anwender das Werkstück zunächst mit den handbetätigten Zentrierbacken aus und spannt es anschließend mit Elektro-Permanentmagneten.

Dazu wird das Futter vorübergehend über eine Steckerverbindung mit Strom versorgt. Diese Verbindung ist nur zum Magnetisieren und Entmagnetisieren notwendig.

Während der Bearbeitung wird der Stecker abgenommen, weil die permanenten Radialpolmagnete das Werkstück gleichmäßig und sicher spannen – und das völlig stromlos mit einer Haltekraft von bis zu 150 N/cm². Nun ist eine Bearbeitung von drei Seiten möglich, ohne dass das Werkstück neu aufgespannt werden muss.

Spannfutter in jeder gewünschten Größe lieferbar

Das aufgrund einer Kundenanfrage entwickelte Hybridfutter hat einen Durchmesser von 1250 mm. Darüber hinaus liefert Röhm auf Wunsch von Kunden jede beliebige Größe. Für hohe Spannkräfte können Magnetspannung und Spannbacken auch kombiniert eingesetzt werden.

Darüber hinaus sind unterschiedliche Haftkräfte der Magnete einstellbar, die das Werkstück flächig und gleichmäßig sicher halten und dadurch Vibrationen vermeiden, was letztendlich die Qualität der bearbeiteten Oberfläche verbessert. Die Haftkräfte können in bis zu 16 Stufen individuell im Steuergerät eingestellt werden.

Spannfutter nutzt mechanische und elektromagnetische Kräfte

Das neue Hybridfutter ist laut Röhm die ideale Verbindung von mechanischen und elektromagnetischen Kräften. Die Spannung erfolgt vollkommen flächig, vibrations- und deformationsfrei – und dies bei sicherem Halt durch den permanenten Elektromagneten. Das neue Spannfutter ist plattformunabhängig und lässt sich auch problemlos in laufende Fertigungen integrieren. Unterm Strich, so Röhm, gewährleistet es hohe Prozesssicherheit bei rationeller Serienfertigung.

Insgesamt lassen sich die Rüstzeiten deutlich senken, die Maschinenstillstandszeiten werden erheblich verkürzt und die Produktivität steigt, so dass sich das neue Spannfutter innerhalb kürzester Zeit amortisiert.

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