Nötig, aber schade ZF-Zukunft kostet Millionen und viele Stellen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Autozulieferer ZF will in Saarbrücken in puncto Elektromobilität investieren. Doch es stehen auch Tausende von Arbeitsplätzen auf der Kippe – es regt sich Widerstand.

ZF will in neue Produkte für die Elektromobilität Millionen investieren, aber gleichzeitig droht der Abbau von weit über 10.000 Stellen an 35 Standorten. Das will der Betriebsrat nicht so einfach hinnehmen ...(Bild:  ZF)
ZF will in neue Produkte für die Elektromobilität Millionen investieren, aber gleichzeitig droht der Abbau von weit über 10.000 Stellen an 35 Standorten. Das will der Betriebsrat nicht so einfach hinnehmen ...
(Bild: ZF)

Wie ZF mitteilte, sollen in Saarbrücken künftig außer den erfolgreichen Pkw-Automatikgetrieben zwei weitere, rein elektrische, Pkw-Achsantriebe produziert werden. Dahinter steht die Absicht, sich noch breiter aufzustellen und flexibler auf Marktentwicklungen zu reagieren, wie es heißt. Mit den Investitionen in eine neue, hochmoderne und flexible Fertigungslinie würden 300 Stellen in der Produktion abgesichert. Die Notwendigkeit der strukturellen Anpassung des Standorts bleibt dennoch bestehen, äußerte sich Markus Schwabe, Head of Business der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien. Klar sei, dass der Standort aufgrund der deutlich geringeren Wertschöpfung in der E-Mobilität das heutige Beschäftigungsniveau nicht halten könne.

ZF-Zukunftsstrategie kostet viele Arbeitsplätze

ZF hatte Ende Juli aber auch bekanntgegeben, in den kommenden vier Jahren an seinen 35 Standorten bis zu 14.000 Stellen in Deutschland zu streichen. Und Saarbrücken ist mit rund 10.000 Beschäftigten einer der größten Standorte im ZF-Produktionsnetzwerk. Die Ansiedlung der neuen Produkte, für die ein dreistelliger Millionenbetrag investiert werden soll, werde unter anderem über den Zukunftsfonds finanziert, den ZF 2022 gemeinsam mit den Beschäftigten ins Leben gerufen hat. Auch seien Aktionen vereinbart worden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dazu gehörten etwa Flexibilisierungsmaßnahmen, welche die Maschinennutzungszeiten und die Altersteilzeitprogramme optimieren sollen. Nach Ansicht von Standortleiter Andreas Hubbuch wird mit den neuen Produkten der E-Mobilität ein Meilenstein auf dem Weg zur Transformation des Standorts Saarbrücken erreicht.

Widerstand gegen geplanten Stellenabbau bei ZF

Der Betriebsrat von ZF kündigt allerdings Proteste gegen den geplanten Personalabbau an. Man ist demzufolge nicht bereit, diese Planungen so hinzunehmen. Das sagte der Vorsitzende Mario Kläs nach einer Betriebsversammlung. Das habe man auch der Unternehmensspitze eindeutig gespiegelt. Käs glaube, das Management habe verstanden, wenn es diese Pläne durchziehen möchte, dass es mit erheblichem Widerstand zu rechnen habe.

(ID:50126798)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung