Exportplus in China Handelskonflikt mit den USA bremst China-Exporte in keinster Weise aus

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Zollstreit mit den USA ist für China zwar nicht vorbei, doch selbst unter diesem Druck im Welthandel exportiert die Volksrepublik mehr! Das ist die Erklärung ...

China behauptet sich in Sachen Exportgeschehen trotz globalem Gegenwind. Hier malen Experten ein aktuelles Bild der Lage, nebst Erklärungen und Entwicklungen mit Blick auf die zweitgrößte Volkswirtschaft auf diesem Planeten.(Bild:  Flaggstaff)
China behauptet sich in Sachen Exportgeschehen trotz globalem Gegenwind. Hier malen Experten ein aktuelles Bild der Lage, nebst Erklärungen und Entwicklungen mit Blick auf die zweitgrößte Volkswirtschaft auf diesem Planeten.
(Bild: Flaggstaff)

China sieht sich mit globalen Handelskonflikten konfrontiert, schafft es aber, in puncto Außenhandel zu punkten, hat die dpa erfahren. Wie die Zollbehörde in Peking mitteilte, stiegen die Exporte im Juni (gemessen in US-Dollar) im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,8 Prozent. Der Handelsüberschuss erreichte etwa 114,77 Milliarden Dollar (rund 98 Milliarden Euro). Im ersten Halbjahr wuchsen die Ausfuhren demnach um 5,9 Prozent (verglichen mit dem Vorjahreszeitraum). Analysten hatten für Juni bereits mit einem Exportanstieg von etwa fünf Prozent gerechnet. Der Grund für diese Prognose war, dass die Exporteure der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aus Sorge vor möglichen weiteren US-Zöllen ihre Waren vorzeitig ausliefern werden. Die Importe stiegen deshalb nach einigen Monaten im Minus wieder leicht (um 1,1 Prozent). Von Januar bis einschließlich Juni erkennt man aber einen Rückgang der Einfuhren um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

So lief Chinas Handel in letzter Zeit mit den USA:

Im Streit mit den Vereinigten Staaten brach der China-Handel im Juni (wie schon in den Vormonaten) ein. Es ging dabei um 16,1 Prozent bei den Exporten runter, und um 15,5 Prozent bei den Importen. Mitte Mai hatten sich dann beide Seiten auf eine Pause im Zollstreit geeinigt. Am 12. August würde der Konflikt laut Planung wieder starten. Unklar sei, wie es danach weitergehe. US-Handelsminister Howard Lutnick sprach in der vergangenen Woche von einem Treffen Anfang August. China bestätigte das aber bisher nicht. Zollvizedirektor Wang Lingjun betonte, dass beide Seiten an der Umsetzung ihrer zuletzt getroffenen Einigungen arbeiten. Und außer den Zöllen belasten noch die Ausfuhrkontrollen Chinas für seltene Erden, von denen alle Staaten betroffen sind, das Verhältnis zu den USA. China stellt die Exportweichen um ...

China importiert durchs Hintertürchen in die USA

Wie erreicht Peking also trotz der Streitigkeiten solche Exportzuwächse? Die Antwort: Für China sind die südostasiatischen Staaten immer wichtiger! Auf Jahressicht stiegen die Ausfuhren etwa nach Vietnam den Zolldaten zufolge um 19,6 Prozent. Nach Thailand sogar um 22 Prozent und nach Indonesien um 15,3 Prozent. Auch die Lieferungen nach Afrika legten wohl deutlich zu. Der Trick: Im Handelskonflikt mit den USA lenkten chinesische Exporteure mitunter Waren über Südostasien (um sie neu deklariert zu besseren Zoll-Konditionen in die USA verschiffen zu können) einfach um. Auch deshalb verhängte US-Präsident Donald Trump jüngst gegen Vietnam Zölle von 20 Prozent und 40 Prozent auf dort umgeladene Waren aus Drittstaaten mit Ziel USA. Damit wollte er laut Experten vor allem Chinas Trickserei aushebeln.

(ID:50481118)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung