Studie

Zulieferer-Insolvenzwelle bringt Maschinenbau in Gefahr

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Ein erfolgreiches Risikomanagement basiert auf klar definierten Prozessen, heißt es in der Mitteilung. Diese Geschäftsprozesse würden der Vorbereitung auf den Eintritt klar definierter Risiken dienen.

Aufbau eines Risikomanagements ist funktionsübergreifende Aufgabe

Der Aufbau eines umfassenden Risikomanagements stelle eine einmalige funktionsübergreifende Aufgabe dar, bei der es gelte, die richtigen Inhalte und Informationen miteinander zu verknüpfen. Hierbei sei wichtig, dass entsprechende Systeme im Unternehmen etabliert und alle Verantwortlichkeiten geklärt sind.

Im Tagesgeschäft sei der „zusätzliche“ Aufwand relativ gering, und meist seien die Kosten, die eine plötzliche Lieferanteninsolvenz verursacht, deutlich höher als die Aufwendungen für den Aufbau und Betrieb eines effektiven Lieferanten-Risikomanagements.

Fünf Stufen im Risikomanagement identifiziert

Die Berater haben nach eigenen Angaben Unternehmen hinsichtlich ihres Risikomanagements in der Beschaffung anhand von fünf Stufen klassifiziert. Entlang der Dimensionen Strategie, Prozesse, Organisation, Ressourcen und Systeme werde das Risikomanagement bewertet.

Unternehmen mit einem „unstrukturierten“ Risikomanagement würden auf das Eintreten von Risiken nur ad hoc und ohne definierte Strukturen reagieren.

„Reaktive“ Unternehmen hätten zwar definierte Strukturen für das Risikomanagement in der Beschaffung, allerdings reagierten auch sie nur auf das Eintreten von Risiken.

Weiter fortgeschrittene Unternehmen würden Risiken in der Beschaffung „aktiv“ oder sogar „funktionsübergreifend“ durch klar definierte Prozesse, Systeme und Ressourcen adressieren.

„Wertschaffende“ Unternehmen hingegen nutzten das Risikomanagement in der Beschaffung, um systematisch Chancen aus einem risikoreichen Lieferantenmarkt zu ergreifen und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Risikomanagement meist nicht sehr stark entwickelt

Mehr als 70% der befragten Unternehmen verfügen nur über ein „unstrukturiertes“ (18%) oder „reaktives“ (55%) Risikomanagement in der Beschaffung, heißt es. Weitere 24% der Unternehmen würden ihre Beschaffungsrisiken zwar „aktiv“, aber nicht „funktionsübergreifend“ (3%) oder „wertschaffend“ (0%) adressieren.

Durch eine Professionalisierung des Risikomanagements in der Beschaffung können sich Unternehmen nach Ansicht der Berater von ihren Wettbewerbern differenzieren und sich so einen Wettbewerbsvorteil für den nächsten Aufschwung sichern. Die aktuelle Krise biete die Möglichkeit, die Veränderungen im Management von Beschaffungsrisiken vorzunehmen.

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