Matrixwerkstoffe Zykluszeit beim RTM-Verfahren trotz längerer Verarbeitung verkürzen
Aufgrund der wachsenden Bedeutung von Composites für Strukturbauteile im Automobilbau hat BASF die Weiterentwickungen des Expoxidharzes Baxxodur und des Polyurethans Elastolit R forciert. Beide Matrixwerkstoffe verkürzen die Zykluszeit, trotz der Möglichkeit einer längeren Verarbeitungsdauer.
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Laut BASF ist die Herstellung leichter Strukturbauteile nur mit Verbundwerkstoffen auf Basis endloser Carbon- oder Glasfasern möglich. Für die Bauteilfertigung hat sich dabei das RTM-Verfahren etabliert (Resin-Transfer-Moulding).
Dazu werden mehrlagige Fasertextilstrukturen in ein beheiztes Werkzeug gelegt, das sich in einer Presse befindet. Anschließend wird die Form geschlossen und unter Druck ein flüssiges Kunstharz in die Form injiziert, das die Fasern vollständig benetzt und danach kontrolliert aushärtet.
Chassis-Bauteile erfordern Fasergehalte von etwa 50%
Bauteile mit anspruchsvollen mechanischen Eigenschaften, beispielsweise im Chassisbereich, erfordern Fasergehalte von etwa 50%. Das setzt bestimmte Harzsysteme voraus, die wie bei den beiden Harzsystemen von BASF kurze Zykluszeiten ermöglichen. Ein wesentlicher Schritt liegt dabei in der Verkürzung der Entformungsdauer. Sie beträgt bei den beiden BASF-Systemen weniger als 5 min.
Damit bieten die beiden Produkte Ansätze zur Verkürzung der Zykluszeiten, deren Länge bisher der Anwendung von Serienteilen im Automobilbau entgegenstand. Bei beiden Harzsysteme von BASF basiert die Verkürzung der Zykluszeiten auf effektiveren Härtungsmechanismen.
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