Die theoretische Berechnung der Lebensdauer von Wälzlagern ist, sofern sie korrekt durchgeführt wird, ein guter Anhaltspunkt für Konstrukteure. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Werte zudem praktisch überprüfen. Findling Wälzlager hat diese Aufgabe vor Kurzem für einen Kunden übernommen – mit überraschenden Ergebnissen.
Mit der Abeg-Methode zahlen Kunden wirklich nur für das, was sie benötigen. Zwischen den Leistungsklassen lassen sich Einsparpotenziale von 25 bis 30 Prozent realisieren.
(Bild: Findling Wälzlager)
„Die Ausgangslage war ein Anwendungsfall, bei dem der Kunde anstelle eines Premium-Zylinderrollenlagers ein Produkt der Eco-Leistungsklasse nutzen wollte“, schildert Klaus Findling, Geschäftsführer von Findling Wälzlager. „Der Wechsel würde zu erheblichen Preiseinsparungen führen, gleichwohl wollte der Kunde keine Kompromisse bei der Lebensdauer seiner Aggregate eingehen.“ Grundlage waren theoretische Lebensdauerberechnungen nach der Abeg-Methode durch Findling Wälzlager. Diese ermöglichen eine transparente und berechenbare Entscheidungsgrundlage zur Vermeidung der Über- und Unterdimensionierung von Wälzlagern und identifizieren so weniger kritische Lagerstellen. Ein Wechsel der Leistungsklasse kann so Einsparpotenziale von 25 bis 30 Prozent realisieren.
Einteilung in Leistungsklassen nach verschiedenen Kriterien
Die Besonderheit bei der von den Karlsruhern angewendeten Abeg-Methode ist Verfügbarkeit des Produktsortiments in bis zu vier Leistungsklassen Premium, Supra, Eco und Easyroll. So wird das vielfältige und bezüglich der Leistungsfähigkeit extrem unterschiedliche Angebot der Wälzlagertechnik abgebildet. Der Vorteil für den Kunden liegt auf der Hand: Statt sich mit der Frage der für die Anwender kaum ermittelbaren tatsächlichen Lebensdauer eines Produktes zu beschäftigen, nutzt man die Vorklassifizierung nach Abeg. Dabei werden sowohl designtechnische Tragzahlunterschiede berücksichtigt als auch die Rohmaterialien und Komponenten wie der Wälzlagerstahl und Fette als auch Fertigungsverfahren. Damit kommt der Konstrukteur deutlich schneller zu einer technisch wie wirtschaftlich optimalen Lagerauswahl und vermeidet Über- und Unterdimensionierung.
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