Automatisierung einer Kühlanlage
3M erhöht Anlagenverfügbarkeit durch redundante Automatisierung

Ein Gastbeitrag von Thomas Trinkwalder und Sandro Kloss* 7 min Lesedauer

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20 Jahre und länger sind viele industrielle Produktionsanlagen im Einsatz. So auch bei 3M Technical Ceramics in Kempten, der sich deshalb für eine Modernisierung seiner zentralen Kühlwasseranlage entschied.

Die bisherigen Frequenzumrichter älterer Bauart wurden durch Geräte der Siemens-Baureihe Sinamics G220 ersetzt.(Bild:  Stoll Gruppe)
Die bisherigen Frequenzumrichter älterer Bauart wurden durch Geräte der Siemens-Baureihe Sinamics G220 ersetzt.
(Bild: Stoll Gruppe)

Viele industrielle Produktionsanlagen sind über Jahrzehnte hinweg im Einsatz. Um deren Verfügbarkeit zu erhöhen und gewachsene Automatisierungsstrukturen zu modernisieren, setzen Betreiber daher häufig auf Retrofits statt auf komplette Neubauten. So auch 3M Technical Ceramics, wo man man am Standort Kempten keramische Formkörper und Pulver wie Boride, Carbide oder Nitride für industrielle Anwendungen herstellt.

Die Fertigung umfasst mehrere Schritte, darunter die Pulverherstellung und Sinterung in Verbindung mit Hochtemperaturprozessen. Im Bereich der Pulverherstellung war es über die Jahre zu vermehrten Produktionsausfällen der eingesetzten Anlagen gekommen, deren Ursache in der Kühlwasserversorgung lag. Denn über den gemeinsamen, offenen Kühlwasserkreislauf im Bereich der Sinterung gelangten wiederholt Sauerstoff und Verunreinigungen in das System.