Gehäusefertigung 4.0
Digitalisierter Workflow – Vorteile für Hersteller und Kunden

Ein Gastbeitrag von Mathias Bünte, Business Development, Bopla 5 min Lesedauer

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Bopla leitete bereits vor Jahren eine umfassende Digitalisierung ihrer Gehäusefertigung im Stammwerk Bünde ein. Ergebnis: höhere Planungssicherheit, Termintreue und Produktqualität, weniger Verschwendung.

Auf Knopfdruck transportieren fahrerlose Transportfahrzeuge Material von der Fertigungsbereitstellung zum Arbeitsplatz.(Bild:  Bopla Gehaeuse Systeme)
Auf Knopfdruck transportieren fahrerlose Transportfahrzeuge Material von der Fertigungsbereitstellung zum Arbeitsplatz.
(Bild: Bopla Gehaeuse Systeme)

Die Anforderungen der Kunden an Elektronikgehäuse werden immer spezieller, die Serien immer kleiner. Individualität ist Trumpf. Damit nimmt auch der Umfang der kundenspezifischen Anpassungen zu. „Früher musste für jeden Schritt eines Auftrags eine Vielzahl von Papieren abgestempelt und abgezeichnet werden. Das führte bei der steigenden Anzahl kleinerer Serien zu einem enormen Aufwand“, erklärt Michael Schmidt, Head of Operations Europe bei der Bopla Gehäuse Systeme GmbH. Um hier schlanker zu werden, digitalisierte der Gehäusehersteller seine Fertigung. Gleiches gilt auch für die europäischen Fertigungsstandorte der Phoenix Mecano Gruppe in Ungarn und Rumänien, auf die Bopla bei der Fertigung von Mittel- und Großserien zurückgreifen kann.

Heute arbeiten das Unternehmen und die Fertigungsstandorte deutlich ressourcenschonender. Pro Auftrag wird lediglich ein Blatt Papier mit den Barcodes benötigt. Alle anderen Fertigungsdaten liegen digitalisiert im SAP-ERP-System vor. Meldet ein Mitarbeiter seinen Auftrag über den Barcode im System an, erhält er sämtliche Informationen und Dokumente zu diesem Auftrag auf seinem Monitor angezeigt. „Durch diese Umstellung konnten wir in Bünde zu Anfang recht schnell mehrere Europaletten Papier einsparen“, sagt Michael Schmidt.