Absaug- und Filteranlagen

Absaugung von Schadstoffen bei der Kunststoffverarbeitung

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Für die hohen Abscheideleistungen selbst ultrafeiner Partikel < 0.001mm zwischen 96 bis 99 % sorgt ein einfacher, aber umso effektiverer Aufbau. Die verunreinigte Luft wird von einem Ventilator angesaugt und trifft zunächst auf einen mechanischen Vorfilter, der größere Schadstoffpartikel abscheidet und für eine gleichmäßige Verteilung des Luftstromes sorgt. Dem Vorfilter folgt der so genannte Ionisator. Hier werden die verbliebenen feinen Schadstoffpartikel durch Elektronen und ionisierte Luftmoleküle in Sekundenbruchteilen kontinuierlich positiv aufgeladen. Der Kollektor übernimmt die eigentliche Reinigung der Luft. Er besteht aus einer Reihe senkrechter Metallplatten, die parallel zum Schadstoffstrom stehen. Innerhalb des Kollektors werden positiv aufgeladene Schadstoffpartikel in einem induzierten elektrischen Feld in Richtung der geerdeten Platte abgelenkt.

Der senkrechte Einbau der metallischen Platten gewährleistet ein ausgezeichnetes Ablaufverhalten, da die abgeschiedenen Schadstoffe einfach durch einen Siphon ablaufen können. Die Kollektorplatten, auf denen sich die Verunreinigungen abscheiden, können gereinigt und wiederverwendet werden, wobei die Schadstoffe bei Zusammenarbeit mit einem Fachpartner selbstverständlich umweltgerecht entsorgt werden.

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Gemessen und bestätigt

Vorgenannte Abscheideleistungen sind keine Behauptungen, sondern wurden durch das ILK Dresden gemessen und bestätigt. Smog-Hog-Systeme und Anlagen können in Varianten von 500 bis 40.000 m³/h Betriebsvolumenstrom zur Verfü-gung gestellt werden. Die Verwendungsmöglichkeiten für Elektrofilter sind im Bereich der Kunststoff- und Kunststoff-Produkte-Herstellung vielfältig. Sie eignen sich zur Absaugung von zum Beispiel Extrudern und Extrusionsanlagen. Laminierungsmaschinen, Granuliervorrichtungen und Mischern oder auch Spritzgießmaschinen.

Elektrostatische Filtersysteme sind sehr gut geeignet, um ein breites Schadstoffspektrum mit oft undefinierten Eigenschaften wie thermische Zersetzungsprodukte und Stoffgemische abzusaugen und abzuscheiden. Weiterer Pluspunkt: bei Absaugung/Filtration mittels Elektrofiltern bleiben aufgrund der Konstruktion der Filterzellen der Volumenstrom und somit die Fördergeschwindigkeit der Schadstoffe im Betrieb nahezu konstant. So wird die Kondensation von Schadstoffen in der Rohrleitung und damit der Wartungsaufwand maßgeblich reduziert.

Es ist dabei sicher verständlich, dass die Systeme und Anlagen nicht „von der Stange“ sein können, sondern durch das Engineering auf die Anwendung abgestimmt werden müssen, um die Zuverlässigkeit des Filtersystems im Betrieb zu gewährleisten und das Investitionsrisiko zu minimieren. In der Zusammenarbeit mit Fachanbietern wie UAS hat sich eine Herangehensweise bewährt, die mit Sichtung des Sicherheitsdatenblattes beginnt, gefolgt von der Analyse einer Schadstoffprobe im Labor und gegebenenfalls einer Validierung durch Testfilter im Teillastbetrieb vor Ort.

Hiernach wird die Gesamtanlage ausgelegt und errichtet, wobei UAS als Partner auch in der Lage ist, schlüsselfertige Anlagen anzubieten. Produzenten verlassen sich nicht nur auf die Errichter-Leistungen, sondern stimmen auch die Wartung mit dem Fachpartner ab, was von der reinen turnusmäßigen Reinigung der Filterzellen in der UAS-Ultraschallwaschanlage bis zur fachgerechten Wartung und Reinigung des kompletten Systems und Schulung der Mitarbeiter gehen kann.

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