Absaug- und Filteranlagen Absaugung von Schadstoffen bei der Kunststoffverarbeitung

Autor / Redakteur: Carlo Saling, Norbert Jedrzejak, Alwin Braun, Jörn Jacobs / M.A. Frauke Finus

Bei der Herstellung und der Verarbeitung von Kunststoffen können schädliche Stoffe eingeatmet werden. Um Mitarbeiter vor diesen Stoffen zu schützen, können die Aerosole wie Rauch, Nebel oder Partikeln mit elektrostatischen Filtersystemen abgesaugt und filtriert werden.

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Absaugung Extruder mit Elektrofilter aus Edelstahl (8000 m³/h).
Absaugung Extruder mit Elektrofilter aus Edelstahl (8000 m³/h).
(Bild: UAS)

Während ausgehärtete Kunststoffe nach heutigem Erkenntnisstand weitgehend inert und gesundheitlich unbedenklich sind, können Gefahrstoffe bei der Herstellung von Kunststofferzeugnissen auf vielfältige Weise eine Rolle spielen. Ob sie als Ausgangskomponente erforderlich sind, als Weichmacher, Stabilisatoren, Flammschutz- oder Treibmittel die Eigenschaften der Produkte bestimmen, als Hilfsmittel zum Einsatz oder als unerwünschtes Zersetzungsprodukt entstehen: Gefahrstoffe sind im Herstellungsprozess gängig.

Darüber hinaus kommen Gefahrstoffe bei der Endfertigung der Produkte zum Einsatz, so beim Konditionieren, Beschichten oder Bedrucken. Durch Einatmen der Gefahrstoffe aus der Luft wird die Gesundheit der Mitarbeiter in der Produktion gefährdet. Um diese Gefährdung zu vermeiden, werden generell technische Lüftungsmaßnahmen vorgeschlagen, oder auch, diese Gefahrstoffe abzusaugen, idealerweise an der Emissionsquelle. Die Empfehlung wird seitens der Berufsgenossenschaft zur Pflicht, wenn Arbeitsplatzgrenzwerte überschritten sind. Dass nicht nur abgesaugt, sondern in der Folge der Gefahrstoff auch abgeschieden wird, impliziert sich zumeist im realen Produktionsumfeld.

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Die bisherigen technischen Lösungen

Als Filtersysteme für Aerosole und Partikel kommen bislang häufig mechanische Filtersysteme oder Nasswäscher zum Einsatz. Gravierender Nachteil mechanischer Filtersysteme ist die Tatsache, dass sich die Filtermedien schnell zusetzen. Neben energiehungrigem Druckverlust müssen zugesetzte Filterelemente häufig kostenintensiv als Sondermüll entsorgt werden. Nachteile der Nasswäscher sind ihre Wartungsintensität und dass die Abscheideleistung für Partikel < 1 µm (zum Beispiel Rauch) physikalisch begrenzt ist.

Die Alternative und ihr Funktionsprinzip

Es gibt jedoch Alternativen zu den herkömmlichen, energieintensiven Lösungen: Die Absaugung und Filtration der Aerosole wie Rauch, Nebel oder Partikeln mit elektrostatischen Filtersystemen.

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