Wasserstoff-Flugzeuge Airbus baut eigenes Wasserstoff-Triebwerk für H2-Jet

Quelle: Pressemitteilung

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Airbus geht laut eigenen Angaben unter die Triebwerkshersteller, was speziell mit Blick auf den eigenen Wasserstoffjet geschieht. Hier mehr dazu ...

Airbus wird Triebwerkshersteller! Schon Mitte des Jahrzehnts könnte Airbus erste Tests mit einem eigenen Wasserstofftriebwerk ausführen. Das Flugzeug könnte leistungstechnisch mit dem Airbus320neo (im Bild) vergleichbar sein. Hier ein Bericht dazu.(Bild:  Airbus)
Airbus wird Triebwerkshersteller! Schon Mitte des Jahrzehnts könnte Airbus erste Tests mit einem eigenen Wasserstofftriebwerk ausführen. Das Flugzeug könnte leistungstechnisch mit dem Airbus320neo (im Bild) vergleichbar sein. Hier ein Bericht dazu.
(Bild: Airbus)

Bisher setzen Flugzeughersteller wie Airbus und Boeing bei ihren Maschinen auf Triebwerke etablierter Zulieferer wie Rolls-Royce, General Electric, Safran, der Raytheon-Techologies-Tochter Pratt & Whitney und der deutschen MTU. Diese Unternehmen arbeiten für einzelne Antriebstypen wiederum oft in unterschiedlichen Bündnissen zusammen.

Doch als weltgrößter Flugzeugbauer versucht sich nun Airbus erstmals als Triebwerkshersteller. Der Konzern entwickelt nämlich ein wasserstoffbetriebenes Brennstoffzellen-Triebwerk, das als Enabler für emissionsfreie Flugzeuge infrage kommt, die Airbus bis zum Jahr 2035 in Betrieb nehmen will. Wie das erste Wasserstoff-Passagierflugzeug konkret aussehen wird, ist noch aber noch offen. Ein Nurflügler-Konzept, bei dem Rumpf und Flügel ineinander übergehen, dürfte dabei nicht zur Debatte stehen, wie es weiter heißt, auch wenn ein solches vor Kurzem vorgestellt wurde.

Wasserstoff-Airbus mit A320neo vergleichbar

Schon vor Monaten hatte sich abgezeichnet, dass Airbus unter die Motorenbauer gehen könnte. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte einen solchen Schritt im Februar öffentlich in Erwägung gezogen und äußerte, dass das etwas ist, was m grundsätzlich auch selber machen kann. In großem Maßstab und bei Erreichen der technologischen Ziele könnten Flugzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb Platz für 100 Passagiere bieten und eine Reichweite von etwa 1.000 Seemeilen haben (rund 1.850 Kilometer). Testen will das Unternehmen den Antrieb etwa ab Mitte des Jahrzehnts am Rumpf eines Airbus A380, der dabei noch von klassischen Triebwerken unterstützt werde. Im Jahr 2027 oder 2028 will Airbus die Entwicklung offiziell anschieben. Mit 100 bis 200 Sitzplätzen könnte der zukünftige Wasserstoff-Airbus in etwa die Kapazität der heutigen Mittelstreckenjets der A320neo-Familie und der kleineren A220 bieten. Genaues lässt Airbus aber auch hierbei noch offen.

Wasserstoff-Fliegerei geht auch ohne Brennstoffzelle

Parallel hat das Management allerdings noch weitere Lösungen im Auge. Bereits im Februar hatte Airbus die Konzerne General Electric und Safran für einen künftigen Wasserstoffantrieb an Bord geholt. Zusammen mit deren Gemeinschaftsunternehmen CFM will Airbus einen wasserstoffbetriebenen Direktverbrennungsmotor am Boden und im Flug testen - dabei ebenfalls an einer A380. Airbus stattet den Jet mit Tanks für Flüssigwasserstoff aus.

Unterdessen arbeitet Airbus mit Partnern wie Flughafenbetreibern und Gasherstellern zusammen. Denn wenn Fluggesellschaften in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts mit Wasserstoff-Flugzeugen fliegen sollen, braucht man nicht nur das Flugzeug. Man braucht auch die Infrastruktur und die entsprechenden Regelwerke dafür, wie Airbus erklärt. Doch hänge alles auch an der richtigen Politik, die rechtzeitig die notwendigen Vorschriften zu entwickeln habe. Sollte die notwendige Infrastruktur absehbar nicht rechtzeitig fertig werden, könnte dies ein Grund sein, den eigenen Zeitplan zu verschieben.

Kooperation mit Hyport und Arianegroup

Gestern gab Airbus außerdem eine Partnerschaft mit dem französischen Unternehmen Hyport bekannt, ein Unternehmen, das grünen Wasserstoff entwickelt und zum Teil dem Energiekonzern Engie gehört. Damit soll der Aufbau der Wasserstoffproduktion an Airbus' französischem Heimatflughafen Toulouse-Blagnac vorangetrieben werden. Und die Raumfahrtgesellschaft Arianegroup, ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Safran, soll ein Betankungssystem entwickeln.

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