Nicht mehr aufzuhalten! Die Lasertechnik läutet die Ära der Multi-Kilowatt-Systeme ein

Quelle: Fraunhofer ILT 5 min Lesedauer

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Beim AKL’26 – International Laser Technology Congress vom 22. bis 24. April 2026 werden sich mehrere Sessions mit Multi-Kilowatt-Lasern befassen, weil sie der Materialbearbeitung neuen Schub verleihen ...

Der Laser als Werkzeug bewegt die Welt. Ganz brandheiß ist der Trend hin zu Multi-Kilowatt-Lasern. Dieser wird deshalb auf dem AKL’26 vom 22. bis 24 April 2026 in Aachen umfassend thematisiert, wie das Fraunhofer ILT vorab informiert. Hier mehr zur neuen Ära der Lasertechnik.(Bild:  Fraunhofer ILT)
Der Laser als Werkzeug bewegt die Welt. Ganz brandheiß ist der Trend hin zu Multi-Kilowatt-Lasern. Dieser wird deshalb auf dem AKL’26 vom 22. bis 24 April 2026 in Aachen umfassend thematisiert, wie das Fraunhofer ILT vorab informiert. Hier mehr zur neuen Ära der Lasertechnik.
(Bild: Fraunhofer ILT)

„Die mittlere Leistung von Ultrakurzpuls-Lasern (UKP-Laser) stößt mit den Entwicklungen im Fraunhofer Cluster of Excellence Advanced Photon Sources – CAPS in den 2-stelligen Kilowatt-Bereich vor“, betont nun Dr. Jochen Stollenwerk, kommissarischer Leiter des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik (ILT) in Aachen. Bei Lasern, die kontinuierlich strahlen (CW-Laser = Continuous Wave Laser) seien es schon einige hundert Kilowatt in Sachen Leistung. Solche Werte machen den Laser gleichzeitig für bisher unerreichbare Zielmärkte interessant. Bei Tunnel- und Tiefenbohrungen oder im Bergbau könnten solche Hochleistungslaser etwa dabei helfen, Gestein zu zertrümmern und bisherige Verfahren damit massiv beschleunigen, wie es vom ILT dazu heißt. Und im Schiffs- und Anlagenbau ermöglichten hohe mittlere Leistungen effizientere und präzisere Bohr-, Schneid- und Fügeprozesse, wenn diese bei hoher Materialdicke und hochfesten Stählen durchgeführt werden sollen. Auch für die parallelisierte Bearbeitung und Funktionalisierung großer metallischer, gläserner und keramischer Oberflächen mit „Multi Beam“-Verfahren (Mehrstralverfahren) oder bei optischen Stempeln brauche es Hochleistungslaser. Diese Verfahren werden einen Effizienzschub in der Lasermaterialbearbeitung auslösen, so Stollenwerks Überzeugung. Laserverfahren kommen seiner Meinung nach dann auch für die Instandhaltung von Schienennetzen oder Pipelines infrage. Auch Experten vom Laserspezialisten Trumpf aus Ditzingen sprechen übrigens angesichts dessen von einer neuen Ära der Lasertechnik. Denn es gibt schon Laser mit 50 Kilowatt Leistung und neue mit über 100 Kilowatt seien in der Mache. Das jedenfalls sagt Dr. Hagen Zimer, CEO Laser Technology und Mitglied im Vorstand bei Trumpf.

Hochenergielaser stoßen das Tor zur Kernfusion auf

Beide Experten werden deshalb auf dem AKL’26 - International Laser Technology Congress in Aachen, der vom ILT veranstaltet wird, näher auf den Trend in Richtung Multi-Kilowatt-Laser eingehen und in der Gerd-Herziger-Session gemeinsam mit Top-Managern von Coherent, IPG Photonics und Amplitude Laser das ökonomische und technologische Potenzial von Hochleistungs- und Hochenergielasern erörtern. Denn Hochenergielaser – insbesondere diodengepumpte Festkörperlaser (DPSSL), seien wegen ihrer hohen Pulsenergie, Energieeffizienz und Strahlqualität echte Enabler für künftige Fusionskraftwerke. Auch als Treiber für kompakte Sekundärquellen, mit denen sich extreme Ultraviolett-, Röntgen- oder Neutronenstrahlung erzeugen lässt, sind sie zunehmend gefragt. Angesichts der Fülle an neuen Anwendungsfeldern für Laser mit hohen Leistungen und hoher Pulsenergie sieht etwa Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, riesige, noch völlig unerschlossene Märkte für die Photonik. Deren Umsatzpotenzial schätzt er langfristig auf einige hundert Milliarden Euro. Der Laser ist seiner Ansicht nach auch nicht ausgeforscht. Im Gegenteil: 60 Jahre nach seiner Erfindung gehe es nun erst richtig los! Den AKL’26 wird der ausgewiesene Fusionsexperte für eine erste Zwischenbilanz nutzen und dabei den Status der Fusionsforschung und des Aufbaus industrieller Liefer- und Prozessketten beleuchten.

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