Antriebe Aktive Rückspeisung spart bis zu 80% Energie ein

Eine aktive Energierückspeisung in einem Antrieb spart bis zu 80% an Energie ein, die sonst in einem Widerstand verheizt würde. Durch die Korrektur des Leistungsfaktors auf 1,0 sinkt nicht nur die Stromaufnahme, auch die Zuleitungsquerschnitte können kleiner dimensioniert werden.

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Mit der Cold-Plate-Schaltschrankmontage kann die Abwärme aus den Drives direkt abgeführt und zum Beispiel als Prozesswärme weitergenutzt werden. (Bild: B&R)
Mit der Cold-Plate-Schaltschrankmontage kann die Abwärme aus den Drives direkt abgeführt und zum Beispiel als Prozesswärme weitergenutzt werden. (Bild: B&R)

Verstärktes Umweltbewusstsein und kaufmännisches Denken veranlassen den Maschinen- und Anlagenbau, neue Wege in der Antriebstechnik zu gehen. Arbeiten die Motoren und Antriebs-Steuerungskomponenten in aller Regel mit Wirkungsgraden nahe 100% bei Nennlast bereits hocheffizient, so lohnt ein Blick in die sekundären Bereiche rund um den eigentlichen Antrieb.

Gezielte Antriebsauslegung mit Servosoft

Viele Einzelmaßnahmen zusammen können in der Gesamtrechnung eine größere Summe ergeben. Werden die richtigen Komponenten verwendet, sind bereits mit geringem Aufwand rund um den Antrieb große Energieeinsparungen zu erzielen.

Mit Hilfe des Tools Servosoft des Unternehmens Controleng sorgt B&R für eine gezielte Antriebsauslegung. Die zu bewegenden Massen und die dafür benötigten Antriebe können damit optimal aufeinander abgestimmt werden, was den Energieaufwand auf ein Minimum reduziert.

Bei komplexen Maschinen mit hintereinander ablaufenden Bewegungsvorgängen wird die kinetische Energie meist in Bremswiderständen in Form von Wärme freigesetzt. Mittels Zwischenkreiskopplung über den DC-Bus der Acoposmulti-Servoantriebe können bis zu 30% der Bewegungsenergie eingespart werden. Die Bremsenergie wird über Pufferkondensatoren für Beschleunigungsvorgänge an anderer Stelle zur Verfügung gestellt.

Temperatur im Schaltschrank sinkt

Der Anwender profitiert so nicht nur von einer effizienten Energienutzung, sondern auch von einem kühleren Schaltschrank, weil die Abwärme aus den Widerständen deutlich reduziert wird. Fallen Brems- und Beschleunigungsvorgänge im Achsverbund nicht gleichzeitig an, kann trotzdem die Energieeffizienz durch aktive Energierückspeisung ins Stromnetz gesteigert werden.

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