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Kältemittel

Aluminium Norf kühlt jetzt ozonschonend

10.11.2008 | Redakteur: Stéphane Itasse

Norbert Holle, Projektleiter Kälteanlagen bei Alunorf, bei der Überprüfung der Betriebsdrücke nach der Umrüstung der Kälteanlage für die Warmwalzstraße auf das ozonunschädliche Kältemittel Isceon MO29.
Norbert Holle, Projektleiter Kälteanlagen bei Alunorf, bei der Überprüfung der Betriebsdrücke nach der Umrüstung der Kälteanlage für die Warmwalzstraße auf das ozonunschädliche Kältemittel Isceon MO29.

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Die Aluminium Norf GmbH (Alunorf), Neuss, hat ihre drei Kälteanlagen zur Kühlung der Warm- und Kaltbandbereiche des Aluminium-Walzwerks auf das ozonunschädliche Kältemittel Isceon MO29 von Dupont umgerüstet. Damit hat das Unternehmen frühzeitig auf neue gesetzliche Regelungen reagiert, die das Inverkehrbringen von H-FCKW-Neuware für Servicezwecke nach dem 31. Dezember 2009 verbieten, wie Dupont mitteilt.

Den Retrofit führte die Niederlassung Köln der Johnson Controls Systems & Service GmbH durch, die bereits bei kleineren Projekten Erfahrungen mit dem Kältemittel gesammelt hatte, heißt es weiter. Zunächst rüsteten die Techniker einen der Kältekreisläufe einer luftgekühlten Kaltwassersatzanlage um. Nach Überprüfung der Betriebsdaten wurden auch der zweite Kreislauf sowie die weiteren Anlagen auf Isceon MO29 umgestellt.

Kühlanlage nach dem Retrofit genauso leistungsfähig

Dazu sagt Service-Verkäufer Bastian Sauermann von Johnson Controls: „Vor dem Retrofit nahmen wir eine umfangreiche Leistungsmessung an allen drei Anlagen vor, die nach der Umstellung wiederholt wurde. Nach der Absaugung des Kältemittels tauschten wir zunächst die Federn und die Arbeitsventile des Verdichters sowie die Filtertrockner aus. Dies hat sich nach unserer Erfahrung als empfehlenswert herausgestellt. Danach wurde der Kältekreislauf evakuiert und mit Isceon MO29 gefüllt. Bei der wassergekühlten Kaltwassersatzanlage tauschten wir als vorbeugende Maßnahme das Öl aus. Im Großen und Ganzen verliefen die Arbeiten reibungslos. Die Kälteleistung der Anlagen liegt nach dem Retrofit auf nahezu gleicher Höhe.“

Alunorf betreibt drei Kaltwassersatzanlagen zur Kühlung der Warm- und Kaltbandbereiche: Im Warmwalzwerk befinden sich zwei luftgekühlte York-Kaltwassersätze mit jeweils zwei Kältekreisläufen und einem Hubkolbenverdichter je Kreis (Gesamtleistung zirka 800 kW). Der Kaltbandbereich wird von einem wassergekühlten York-Kaltwassersatz mit einem Kältekreislauf gekühlt. Die Kälteleistung beträgt 400 kW.

Großer Aluminium-Hersteller setzt auf Umweltschutz

Das Unternehmen gilt als das größte Aluminium-Walz- und -Schmelzwerk der Welt und produziert warm- und kaltgewalzte Bänder aus Aluminium, aus denen Bleche für die unterschiedlichsten Anwendungen, Fahrzeugteile, Getränkedosen, Deckel, Schraubverschlüsse, Aluminium-Folien oder Offset-Druckplatten hergestellt werden. Ein Ziel von Alunorf ist, Produktionsprozesse und Produkte mit Umweltschutzzielen in Einklang zu bringen. Zusammen mit der Sicherheits- und Gesundheitspolitik, der Qualitätspolitik und dem Unternehmensleitbild gehört die Umweltpolitik zu den wesentlichen Leitlinien des Unternehmens.

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