Funktionsorientierte Produktentwicklung
Warum die Automobilindustrie ihre Toolchains neu denken muss

Ein Gastbeitrag von Michele Del Mondo * 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In der Automobilindustrie wird deutlich: Wer Software und Systemintegration beherrscht, dominiert die nächste Fahrzeuggeneration. Doch für solche Software-Defined Vehicles sind die klassischen Toolchains nicht ausgelegt, eine durchgängige Sicht fehlt. Die Lösung ist deshalb der Ansatz des Intelligent Product Lifecycle.

Eine durchgängige Sicht auf eine Funktion als Ganzes muss Informationen aus Software, Sensorik, Hardware, Sicherheit und Zulassungen in einem System vereinen.(Bild:  PTC)
Eine durchgängige Sicht auf eine Funktion als Ganzes muss Informationen aus Software, Sensorik, Hardware, Sicherheit und Zulassungen in einem System vereinen.
(Bild: PTC)

Modulare Architekturen, Over-the-Air-Updates, KI im Fahrzeug. Kaum ein Strategiepapier eines OEM kommt heute ohne diese Begriffe aus. Gleichzeitig zeigen aktuelle Diskussionen rund um die Softwarestrategie europäischer Hersteller, wie tiefgreifend der strukturelle Wandel ist. Während Porsche öffentlich über die Weiterentwicklung seiner Softwarestrategie für E-Modelle spricht, positionieren sich Technologieunternehmen wie Huawei mit integrierten Plattformansätzen wie Hima und eigenen Marken im Mobility-Markt.

Beide Entwicklungen stehen für unterschiedliche strategische Ausgangspunkte. Der Unterschied liegt weniger im einzelnen Feature als in der Systemarchitektur dahinter. Während etablierte OEMs bestehende Systemlandschaften integrieren und harmonisieren müssen, entstehen bei technologiegetriebenen Anbietern Softwarearchitekturen, Datenmodelle und Plattformlogiken häufig aus einem Guss. Das führt zu unterschiedlichen Herausforderungen: Transformation auf der einen Seite, Skalierung auf der anderen.