Dr. Fritz Faulhaber

Anspruchsvolle Mechanik lautlos bewegen

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Getriebemotor mit hoher Untersetzung realisiert Drehzahl von 0,1 min-1

Nach detaillierter Abstimmung mit dem Kunden fiel die Wahl auf den passenden Getriebemotor. Dank seiner extremen Untersetzung kann er sogar mit 0,1 min-1 arbeiten – beim Uhrenbeweger Lumisidus liegt die tatsächliche Drehzahl zwischen 1 und 2 min-1. Passend zu den meist schweizer Uhren, die in einem Lumisidus-Beweger ihre Kreise ziehen, wird auch das kleine Kraftpaket bei Faulhaber Minimotor im schweizerischen Croglio gefertigt.

Ergänzendes zum Thema
DC-Kleinstmotoren
Kleinste Antriebe in höchster Präzision

Die patentierte freitragende, eisenlose Rotorspule mit Schrägwicklung von Dr. Fritz Faulhaber ist das Kernstück der DC-Kleinstmotoren des Unternehmens. Diese Technik hat mit ihrer Dynamik auf kleinstem Raum und bei niedrigstem Gewicht, ihrer Präzision und Zuverlässigkeit neue Wege für zahlreiche Anwendungsgebiete eröffnet. Damit unterscheiden sich die DC-Motoren auch von solchen vieler anderer Hersteller.

Bei Motoren mit kleiner Leistung haben sich Edelmetall-Kommutierungssysteme wegen ihres geringen Übergangswiderstandes bestens bewährt. Sie eignen sich sehr gut in tragbaren Geräten. Außerdem stehen auch Kleinstmotoren mit Kupferkommutierung zur Verfügung. Damit erzielen Motoren mit größerer Leistung auch bei extremer Belastung hohe Lebensdauerwerte.

Für eine optimale Motor-Getriebe-Kombination bietet Faulhaber spielarme Präzisionsgetriebe an. Beispielsweise eignen sich die Metall-Planetengetriebe in Kombination mit den DC-Kleinstmotoren aufgrund ihrer robusten Bauweise ideal für Anwendungen, bei denen höchste Drehmomente gefragt sind. Um den Geräuschpegel bei höheren Drehzahlen zu reduzieren, sind die Zahnräder der Eingangsstufe in Kunststoff ausgeführt.

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Der Motor ist zentrales Element eines Gesamtkunstwerks, das ausschließlich aus hochwertigen Einzelteilen zusammengefügt wird. Der Edelstahlrahmen kann zum Beispiel auch mit einem Überzug aus Gold oder Platin geliefert werden. Der Standfuß ist entweder aus schwarzem Granit oder aus Edelsteinen gefertigt. Letztere erreichen in ihrer natürlichen Form nicht die Ausmaße, um eine Platte von ausreichender Größe zu liefern. Deshalb werden einzelne Kristallstücke in einem aufwendigen Prozess zu einer fugenlosen Platte gefügt, die wie gewachsen aussieht und selbst ein Kunstwerk darstellt.

Eine App steuert Licht und Bewegung

Diesen Kristallfüßen verleiht ein integriertes Lichtsystem aus LED-Leuchten, die in einer Nut im Stein untergebracht sind, einen farbigen Schimmer. Mit der Lumisidus-App können die Eigentümer das Gerät in jeder erdenklichen Farbe erstrahlen lassen (Bild 4). Der Verbindung von planetarischer Bewegung und Lichterglanz verdankt der Uhrenbeweger übrigens auch seinen Namen: Lumisidus ist eine Verbindung der lateinischen Worte für Licht (Lux, Lumen) und kreisendes Gestirn (Sidus). Mit der App lässt sich auch das Intervall zur Drehrichtungsänderung einstellen. „Bei manchen Uhren läuft der Rotor, der das automatische Aufziehen bewirkt, nur in eine Richtung“, erklärt Merklinger. „Man muss also die Drehrichtung regelmäßig ändern, damit jede Uhr zuverlässig aufgezogen wird.“

Ihre Premiere hatten die Uhrenbeweger im Herbst 2014, nachdem die Fertigung im Sommer mit voller Kapazität zu arbeiten begonnen hatte. „Wir beziehen alle Einzelteile und Materialien aus Deutschland und der Schweiz“, betont Merklinger. Obwohl noch ganz neu auf diesem exklusiven Markt, haben die Mannheimer bereits namhafte Interessenten und Partner gefunden. Nur wenige Jahre nach ihrem Urknall ziehen die Gestirne von Lumisidus ihre Kreise bereits auf stabilen Bahnen. Leistungsstarke, laufruhige Kleinstantriebe haben dazu beigetragen.

* Dipl. Ing. (BA) Andreas Seegen ist Leiter Marketing bei der Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG in 71101 Schönaich. Ellen-Christine Reiff, M.A. ist Fachredakteurin im Redaktionsbüro Stutensee.

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