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3D-CAD-Software

Anspruchsvolle Zuführsysteme konstruieren

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Vom Auftrag zur fertigen Konstruktion

Nach den Vorgesprächen startet die Konstruktion bei Ifsys direkt in 3D. Man arbeitet sowohl von unten nach oben – also vom Einzelteil zur Gesamtkonstruktion – als auch umgekehrt vom Systemansatz zum Einzelteil. Beides ist mit Solidworks problemlos möglich.

Handelt es sich um eine Kundenkonstruktion, kann auf vorhandene Teile und Baugruppen, aus denen der aktuelle Auftrag dann zusammengesetzt wird, zurückgegriffen werden. Steht dagegen ein interner Entwicklungsauftrag an, bei dem völlig neue Dinge entstehen, ist der Prozess ein anderer. „Da geht es quasi auf dem leeren Blatt Papier beziehungsweise Bildschirm los“, verrät Merkleins Kollege Alexej Fischer. Hier werden zunächst einmal Skizzen gemacht und viel ausprobiert, bis eine Neuentwicklung steht. Zurück zum Kundenauftrag: „Wenn der eine bestimmte Reife hat, erhält der Kunde unser 3D-Modell, um es in sein Gesamtmodell einzusetzen und zu prüfen“, erklärt Fischer.

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Gelegentlich wird bei Ifsys auch Simulation genutzt. Merklein: „Dafür reichen aber die Tools aus, die Solidworks schon mitbringt“. Zehner weiß aber, dass sich das aber in Zukunft ändern kann. In der Ausweitung der Simulation sieht er einen Zukunftsaspekt.

Nachdem, wenn nötig, noch Korrekturen aufgrund von Kundenwünschen eingefügt wurden, werden letztlich Zeichnungen angefertigt. „Hierfür haben wird Programme, die Zeichnung aus Solidworks auslesen und sie kundenorientiert nacharbeiten – zum Beispiel Schriftköpfe ergänzen und einiges mehr“, berichtet Merklein. Das geschieht automatisch und ist letztlich eine Kombination aus Solidworks und Draftsight, die hilft, Manpower zu sparen.

Grafische Inhalte fotorealistisch darstellen

Draftsight ist eine Software von Dassault Systèms, die auf professionelle Art und Weise die Verarbeitung, Erstellung und Veröffentlichung von DWG-Files unterstützt. Es gibt sie in mehreren Ausbaustufen, je nach Kundenbedarf. E-Drawings hingegen ist ein Viewer, der es erlaubt, Modelle und 2D-Inhalte – auch von verschiedenen CAD-Systemen – anzuzeigen, zu drucken und prüfbar zu machen. Das Tool wird bei Ifsys unter anderem in der Montage eingesetzt.

Im Engineeringprozess kommt für die Dokumentation Solidworks Composer zum Einsatz. Dabei handelt es sich, vereinfacht ausgedrückt, um ein 3D-Tool, welches 3D-Inhalte aus dem CAD-System nutzt, um grafische Inhalte wie fotorealistische Bilder zu erstellen und diese mit Texten verknüpft. So entstehen beispielsweise Montageanleitungen, Produkthandbücher, Wartungsanleitungen oder Schulungsunterlagen. „Damit haben wir auch vor, Videos für den Service zu erstellen“, verrät Merklein.

„Die Erfahrungen, die wir mit Solidworks gemacht haben, sind hervorragend. Wir wollen gar nichts anderes“, hebt Merklein hervor. Sein Kollege Fischer ergänzt: „Wir haben im letzten Jahr eine ganze Reihe neuer Konstrukteure eingestellt. Wie schnell sie sich mit Solidworks zurechtgefunden haben, ist sehr bemerkenswert.“ Auch mit DPS hat man gute Erfahrungen gemacht.

* Karl Obermann ist freier Fachjournalist. Weitere Informationen: Nicole Rubbe, DPS Software GmbH, 70771 Leinfelden-Echterdingen, Tel. (07 11) 79 73 10-72, NRubbe@dps-software.de

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