Studie Arbeitgeber sollten Mitarbeitertreue belohnen

Quelle: Pressemitteilung von Kununu 2 min Lesedauer

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Neun von zehn Beschäftigten sind sich ihrem Arbeitgeber treu, über die Hälfte kritisiert jedoch mangelndes Interesse seitens des Unternehmens – so eine Kununu-Studie.

Mitarbeiter wünschen sich mehr Anerkennung durch ihre Vorgesetzten.(Bild: ©  HadK - stock.adobe.com)
Mitarbeiter wünschen sich mehr Anerkennung durch ihre Vorgesetzten.
(Bild: © HadK - stock.adobe.com)

Viele Beschäftigte stehen ihrem Arbeitgeber näher, als diese das zu schätzen wissen. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie, die im Auftrag der Arbeitgeber-Vergleichsplattform Kununu durchgeführt wurde. Für die repräsentative Befragung hat das Marktforschungsinstitut Bilendi im Mai 2025 im Auftrag von Kununu 1.022 Beschäftigte befragt. Die Befragung zeigt: Drei Viertel der Teilnehmenden geben an, eine starke emotionale Bindung gegenüber ihrem Arbeitgeber zu empfinden. Jeder Fünfte empfindet diese Bindung sogar als sehr stark. Weil sich viele stark verbunden fühlen, bleiben die Belegschaften ihrem Arbeitgeber meist loyal. So beschreiben sich 42 Prozent als uneingeschränkt loyal ihrem Arbeitgeber gegenüber.

Gleichzeitig haben aber mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer das Gefühl, dass ihre Verbundenheit nicht gleichwertig erwidert wird. Sie beklagen eine fehlende Resonanz auf ihr Treuebekenntnis seitens des Unternehmens. Ein Drittel sagt, ihre Treue werde nur hingenommen, jeder Vierte fühlt sich gar nicht gesehen. 80 Prozent meinen, Arbeitgebertreue werde heute kaum belohnt – 78 Prozent halten das Konzept deshalb für überholt.

Vertrauen und Lob: Führungskräfte als Loyalitätsverstärker

Die Kununu-Studie zeigt, dass 88 Prozent der Beschäftigten Wertschätzung durch Vorgesetzte erwarten und 89 Prozent ein kollegiales Betriebsklima für besonders wichtig halten, damit eine langfristige emotionale Bindung entstehen kann. Auch monetäre Anerkennung wirkt sich positiv auf die Bindung aus: 89 Prozent sehen ein gutes Gehalt und Zusatzleistungen als förderlich für ihre Loyalität. In der arbeitgeberseitigen Umsetzung dieser Emotionstreiber offenbart sich aktuell noch Nachholbedarf. Nur ein Viertel der Befragten erhält eigenen Angaben zufolge häufiges Lob für die eigene Arbeit. Auch bei der Einbindung in Entscheidungen zeigt sich ein Defizit: Nur 25 Prozent geben an, sehr häufig einbezogen zu werden.

Bis zur Rente beim aktuellen Arbeitgeber

Gemäß der Studienergebnisse ist die Arbeitgebertreue bei vielen Beschäftigten auf unterschiedliche Weisen verankert. So können sich 71 Prozent von ihnen grundsätzlich vorstellen, bis zur Rente im aktuellen Unternehmen zu bleiben. Ein weiterer Aspekt: Arbeitgebertreue ist auch eine Generationenfrage. So glauben 54 Prozent aller Befragten, dass die Generation 50 plus loyaler gegenüber ihrem Arbeitgeber ist als Beschäftigte unter 30 Jahren. In der Selbsteinschätzung bestätigen ältere Beschäftigte dieses Bild – 59 Prozent der 50- bis 65-Jährigen sehen sich selbst als loyaler als die Jüngeren.

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