Lohn 2009 Arbeitnehmer haben kein Verständnis für eine Nullrunde

Redakteur: Jürgen Schreier

Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise den Gürtel enger schnallen – davon halten Deutschlands Arbeitnehmer nichts. Rund 45% der vom Personaldienstleister Randstad befragten Beschäftigten wollen 2009 eine Gehaltserhöhung.

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Im Vergleich zur letzten Randstad-Umfrage, hat sich die Verhandlungsposition der Beschäftigen in Sachen Gehalt seit dem letzten Jahr allerdings kaum verändert. So erwarteten 2008 zwar 70% mehr Geld in der „Lohntüte“; aber nur knapp 50% der Arbeitnehmer bekamen tatsächlich eine Gehaltserhöhung.

Mehr Arbeitsdruck erwartet

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise rechnet die Mehrheit der Arbeitnehmer zwar mit einem Rückgang der deutschen Konjunktur im 1. Quartal 2009. Die Zukunft des Unternehmens, in dem oder für das sie arbeiten, sehen sie jedoch positiv. Nur 30% der Befragten gehen davon aus, dass „ihr“ Arbeitgeber krisenbedingt Umsatzeinbußen hinnehmen müsse. Ein Drittel der befragten Arbeitnehmer äußerte die Meinung, ihr Arbeitgeber sei von der Krise gar nicht betroffen. Allerdings rechnen knapp 66% damit, dass der Arbeitsdruck im Jahr 2009 zunimmt.

Wie die Umfrage weiter zeigt, haben nahezu alle Beschäftigten kein oder nur geringes Verständnis dafür, wenn die als verdient erachtete Gehaltserhöhung aufgrund der Wirtschaftskrise ausfallen würde. Kann das fixe monatliche Gehalt nicht erhöht werden, wünscht sich die Mehrheit der Beschäftigten andere Verbesserungen: Dazu gehören ein 13. Monatsgehalt, Weiterbildungsmöglichkeiten, mehr Freizeit oder weniger Stress.

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