E-CAD-Software Artikeldaten fit machen für den Engineering-Workflow
Produkte werden immer komplexer, die Produktentwicklung deshalb immer anspruchsvoller. Artikeldaten müssen somit den kompletten Workflow durchlaufen und direkt in die einzelnen Phasen der Prozesskette übernommen werden können. Die entsprechende Software fungiert als Steuerzentrale für alle Daten.
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Geräte und Bauteile zeichnen sich heute durch ihre hohe Funktionsvielfalt, Flexibilität und unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten aus. Umso stärker rückt der gesamte Entwicklungsprozess einer Maschine in den Fokus. Welche zusätzlichen Informationen stehen für das Gerät zur Verfügung, die in den einzelnen Phasen der Prozesskette wie Beschaffung, Engineering bis hin zur Fertigung verwendet werden können? Nur, wenn ein Artikeldatensatz den gesamten Workflow durchlaufen kann, wird er den hohen Anforderungen an die Produktentwicklung gerecht. Somit ist neben der reinen Hardwareseite die durchgängige Prozessunterstützung das entscheidende Qualitätsmerkmal für ein Bauteil.
Daten mit Logikinformationen und Schaltschrankbildern angereichert
Der ideale Datensatz unterstützt aufeinander aufbauende Workflows, die dem Anwender den maximalen Nutzen in seiner täglichen Arbeit bringen. Als Minimalanforderung werden die kaufmännischen Daten benötigt, bestehend aus Artikelnummer, Typnummer oder Bestellnummer. Diese beschreiben den Workflow in der Auftragsbearbeitung oder dem Bestellwesen. Im nächsten Schritt werden technische Logikinformationen und Schaltbilder hinterlegt – eine eindeutige Aufwertung der Daten. Die Geräte- oder Bauteildaten erhalten also gezielte Informationen für die Konstruktion, damit sie 1:1 ins Projekt übernommen werden können (Bild 1). Das spart Anwendern kostbare Zeit im Projektierungsalltag, aber auch im Bestellwesen.
Ein Beispiel: Die automatische Übernahme des Gerätes in die Stück- oder Bestellliste, welche dann in das ERP-System – beispielsweise SAP – überführt wird, beschleunigt und erleichtert den Bestellvorgang. Um auch die Anforderungen der Fertigung zu erfüllen, sollten NC-Daten, beispielsweise Bohrbilder, Verdrahtungsdaten (Anschlussbilder) und geometrische Daten (Höhe, Tiefe, Breite), hinterlegt sein.
Dieses Glied in der Prozesskette wird Fertigungsworkflow genannt und ist die Grundlage für eine automatisierte Fertigungsintegration. Im sogenannten Verifizierungsworkflow werden 3D-Modelle oder erweiterte Daten zu Analysezwecken (beispielsweise exakte Kollisionskontrollen, thermische Mindestabstände oder Computed-Fluid-Dynamics-Analysen) erstellt. Durch den hohen Informationsgehalt der Daten werden Mehrfacheingaben vermieden und Fehler im Betrieb der Maschine oder Anlage sind erheblich reduziert.
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