Retrofit Auch ältere Produktionsanlagen liefern runderneuert Top-Qualität
Mechanisch überholt und mit neuester Automatisierungstechnik ausgerüstet, liefern auch ältere Produktionsanlagen wieder Top-Qualität. Zugleich steigen die Produktivität und die Verfügbarkeit, wie das Beispiel dreier runderneuerter Fertigungszellen für Motorwellen zeigt.
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Wenn sich die Ausfälle häufen und die Lieferfähigkeit und die Termintreue darunter leiden, heißt es handeln. In dieser Situation befanden sich die Verantwortlichen des Elektromotorenwerks Neustadt (EWN) der Siemens AG in Bad Neustadt an der Saale, als zuletzt zwei von drei Fertigungszellen für kundenspezifische Motorwellen immer öfter gleichzeitig die Instandhalter beschäftigten und Ausweichmöglichkeiten knapp wurden.
Mechanischer Verschleiß und schlechte Ersatzteilversorgung
Das Kernproblem war mechanischer Verschleiß. Zudem war auch die Ersatzteilversorgung für die längst abgekündigten CNC und Positionierbaugruppen nicht mehr gesichert. Darüber hinaus entsprach deren Funktionalität nach über 15 Betriebsjahren nicht mehr dem Stand der Technik, den man an anderen Anlagen im Werk schon schätzt. So machte man sich auf die Suche nach einer technisch und wirtschaftlich zukunftsfähigen Lösung und verständigte sich relativ schnell auf ein Retrofit, eine umfassende Runderneuerung der drei Fertigungszellen.
Die Alternative – eine Neuinvestition – hätte das Budget deutlich stärker belastet, so dass kurzzeitig auch ein Outsourcing der Fertigung im Raum stand. Das hat sich durch eine im doppelten Wortsinn interne Lösung vermeiden lassen. Das Modernisierungsangebot stammte von den Kollegen von Siemens in Nürnberg. Dort sitzt ein Team erfahrener Retrofit-Spezialisten, die als Generalunternehmer die gesamte Elektrik, Elektronik und auch Mechanik umfassende Komplettlösungen umsetzen können.
So hat der Kunde nur einen verantwortlichen Ansprechpartner und die verschiedenen Umrüstungsschritte können optimal aufeinander abgestimmt und terminiert werden. Um die Produktionskapazität nicht zu sehr einzuschränken, wurden die drei Fertigungszellen des EWN nacheinander erneuert, was jeweils rund vier Monate dauerte.
Erfahrener Partner erneuerte die Fertigungszellen
In dieser Zeit baute ein erfahrener Partner in maschinenbaulichen Aufgaben die Fertigungszellen vor Ort ab, zerlegte sie in ihre Bestandteile und erneuerte, was zu erneuern war. Unter anderem wurden Kugelumlaufspindeln, Führungen und Revolver ersetzt, Absolutmaßstäbe und Wertgeber eingebaut, Spannzylinder, Stößel- und Greifereinheiten überholt.
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