Laser

Auch bei der Wahl der Laserquelle entscheiden die Gesamtkosten

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Grundsätzlich gilt, dass die Kantenqualität von Brennschnitten für beide Laser identisch ist. Die Rauhigkeit der Schneidkanten bei Schmelzschnitten nimmt bei Faserlaserschnitten mit Zunahme der Materialdicke sehr stark zu, weiterhin tritt vermehrt Grat auf. In Summe ist beides von den Anwendern nicht erwünscht.

Faserlaser hat große Vorteile beim Schmelzschneiden dünner Bleche

Zur Applikation Schneiden lässt sich zusammenfassend sagen, dass der Faserlaser große Vorteile im Schmelzschneiden dünner Bleche hat. Zusammen mit einer guten bis ausreichenden Qualität bis 3 mm Materialdicke kann dies zukünftig eine Domäne der Faserlaser werden.

Der CO2-Laser hat klare Vorteile beim Schmelzschneiden der dickeren Bleche durch die hohe Qualität. Beim Brennschneiden gibt es keine größeren Unterschiede. In diesen Fällen sollte der Anwender sich vor allem von den Kosten leiten lassen.

Faserlaser verursacht leichter Spritzer beim Laserschweißen

Beim Laserschweißen realisiert der Faserlaser – analog zum Laserschneiden – typischerweise höhere Prozessgeschwindigkeiten bei Einschweißtiefen von wenigen Millimetern. Allerdings muss auch dort die Qualitätsfrage gestellt werden, um zu einer besseren Unterscheidung der beiden Systeme zu kommen.

Durch die bessere Fokussierbarkeit bei gleicher Strahlqualität kann es bei Faserlasern durch kleinere Foki zu höheren Intensitäten kommen. Dadurch wird nicht zwangsläufig die Schweißqualität verbessert, sondern in Abhängigkeit von Nahtgeometrie und -vorbereitung, Art des Stoßes und Material kommt es oft zu einer unruhigeren Oberraupe und zu vermehrter Spritzerbildung.

Leider lässt sich keine feste Regel ableiten, wann und wie es zur Spritzerbildung kommt. Es lässt sich nur feststellen, dass Spritzer nicht immer, aber prinzipiell häufiger und stärker bei 1 μm Strahlung auftreten.

Mit weniger Laserleistung zu der gleichen Einschweißtiefe

Grundsätzlich erzielen Faserlaser aufgrund der besseren Absorption bei vielen Schweißaufgaben eine bestimmte Einschweißtiefe mit geringerer Leistung als CO2-Laser. Daher führen Vergleiche der beiden Techniken oft zu einem Vorteil des Faserlasers, aber gerade die nicht ausreichend erforschte Bildung von Spritzern kann diesen Vorteil schnell überdecken. Aus Sicht der Applikation haben beide Lasertypen ihre Berechtigung, denn gerade Anwendungen mit hohen Einschweißtiefen ab etwa 8 mm sind mit dem CO2-Laser einfacher zu realisieren, es sein denn, man setzt beim Faserlaser auf deutlich höhere Leistungen.

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