Konjunktur in Deutschland Auftragsflaute im Maschinenbau setzt sich fort

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Auftragsflaute im deutschen Maschinenbau hat sich im Mai fortgesetzt. Die Bestellungen sanken um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Drei-Monats-Zeitraum März bis Mai 2023 sanken die Bestellungen insgesamt um real 12 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

(Bild:  gopixa - stock.adobe.com)
(Bild: gopixa - stock.adobe.com)

Die Auftragsflaute im deutschen Maschinenbau hat sich im Mai fortgesetzt. Die Bestellungen sanken bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie der Branchenverband VDMA am Montag in Frankfurt mitteilte. „Unser Bild einer anhaltend schwachen globalen Investitionsnachfrage bestätigt sich“, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. „Noch sind die Auftragspolster für die kommenden Monate groß genug, aber es mehrt sich die Zahl der Unternehmen, die hier eine deutliche Veränderung spüren.“

Bei einer jüngst durchgeführten Umfrage des Verbandes gaben 57 Prozent der Unternehmen an, der Auftragsbestand habe in den vergangenen drei Monaten geringfügig oder sogar stark abgenommen. Das lange Zeit hohe Auftragspolster helfe der Branche, den Umsatz im ersten Halbjahr noch hochzuhalten, erläuterte Wiechers. Im zweiten Halbjahr „müssen wir mit Minusraten auch bei Umsatz und bei der Produktion rechnen“. Im Gesamtjahr rechnet der VDMA nach früheren Angaben mit einem Rückgang der Produktion um real zwei Prozent.

Besonders deutlich verringerte sich im Mai die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen der exportorientierten Industriebranche aus dem Ausland. Die Bestellungen sanken im Jahresvergleich um 18 Prozent, besonders deutlich war der Rückgang dabei im Geschäft mit dem Euroraum (minus 36 Prozent). Das Auftragsvolumen aus dem Inland legte dagegen um 9 Prozent zu. „Ohne Großanlagengeschäft wäre es im Inland ebenfalls zu einem hohen Bestellrückgang gekommen“, ordnete Wiechers ein.

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum März bis Mai 2023 sanken die Bestellungen insgesamt um real 12 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

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